Institut für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen

Personen

Direktorin, Mitarbeiter & Beirat

Professor Dr. Birgit Weitemeyer, Bucerius Law School, Hamburg

Professor Dr. Birgit Weitemeyer

Tel.: (040) 3 07 06 – 270 (Sekretariat) oder - 271 (Durchwahl)
Fax: (040) 3 07 06 – 275
E-Mail: birgit.weitemeyer(at)law-school.de

Website von Professor Dr. Birgit Weitemeyer

Biographie

Professor Dr. Birgit Weitemeyer, geboren 1964, Fachgehilfin in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen, legte 1991 ihre Erste Juristische Staatsprüfung in Kiel ab.

1992/1993 war sie Teilnehmerin des Graduiertenkollegs "Nationales und Internationales Umweltrecht" an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 1994 wurde sie dort mit einer Arbeit über "Ordnungsrechtliche Maßnahmen im Konkursverfahren. Umweltrecht und Insolvenz" promoviert.

Ihr Referendariat absolvierte Weitemeyer in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und New York und legte 1996 die Große Juristische Staatsprüfung ab. Danach war sie bis 2002 als wissenschaftliche Assistentin und Habilitandin am Institut für Wirtschafts- und Steuerrecht an der Universität Kiel tätig.

Sie habilitierte sich 2003 mit einer Arbeit über "Die Körperschaftsbesteuerung der öffentlichen Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung ihrer verdeckten Gewinnausschüttungen" und erhielt die Venia Legendi für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Steuerrecht. Von 2002 bis 2004 vertrat sie Lehrstühle an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg, von 2004 bis 2007 vertrat sie den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Ausländisches und Internationales Privatrecht und Rechtsangleichung an der Technischen Universität Dresden. Sie ist seit 1. April 2007 Inhaberin des Lehrstuhls für Steuerrecht und Leiterin des Instituts für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen an der Bucerius Law School, Hamburg.

Birgit Weitemeyer ist geschäftsführende Herausgeberin der "Zeitschrift für das Recht der Non Profit Organisationen – npoR", des "Non Profit Law Yearbooks" sowie der "Schriftenreihe des Instituts für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen", Mitherausgeberin u.a. des "Handbuchs Landesstiftungsrecht" und der "Neuen Zeitschrift für Miet- und Wohnungsrecht".

Sie ist Mitglied u.a. im Beirat des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Leiterin des Gesprächskreises "Stiftungsprivatrecht" des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Mitglied der Arbeitsgruppe der Spitzenverbände des Dritten Sektors "Bündnis für Gemeinnützigkeit", Berlin, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift "Die Privatstiftung", eine Fachzeitschrift zum österreichischen und internationalen Stiftungsrecht, Gründungsmitglied und Vorstand des Hamburger Forums für Unternehmensteuerrecht, Mitglied in der Zivilrechtslehrervereinigung, der Deutschen Steuerjuristischen Vereinigung, der Gesellschaftsrechtlichen Vereinigung und im Deutschen Mietgerichtstag.

(c) 2016 Thies Ibold

Julia Theele

Sekretariat

Tel.: (040) 3 07 06 – 270
Fax: (040) 3 07 06 – 275
E-Mail: julia.theele(at)law-school.de

Lotte Busch

Lotte Busch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Tel.: (040) 3 07 06 – 274
Fax: (040) 3 07 06 – 275
E-Mail: lotte.busch(at)law-school.de

Dr. Emily Plate-Godeffroy

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Tel.: (040) 3 07 06 - 2911
Fax: (040) 3 07 06 - 275
E-Mail: emily.plate-godeffroy(at)law-school.de

Kathrin Wrede

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Tel.: (040) 3 07 06 - 2911
Fax: (040) 3 07 06 - 275
E-Mail: kathrin.wrede(at)law-school.de

Elias Bornemann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tel.: (040) 3 07 06 - 274
Fax: (040) 3 07 06 - 275
E-Mail: elias.bornemann(at)law-school.de

Weitere Informationen

Philipp Heller

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tel.: (040) 3 07 06 - 273
Fax: (040) 3 07 06 - 275
E-Mail: philipp.heller(at)law-school.de

Ruben Rehr

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tel.: (040) 3 07 06 – 2927
Fax: (040) 3 07 06 – 275
E-Mail: ruben.rehr(at)law-school.de

Weitere Informationen

(c) 2016 Thies Ibold

Ehrenmitglied

Rolf Hunck

Nach Abschluss der Banklehre bei der Deutschen Bank in Hamburg 1966 war Rolf Hunck bis 1970 in der Anlage- und Vermögensberatung tätig, 1970 Handlungsbevollmächtigter, 1970-1978 Abteilung Vermögensanlagen, Börsenabteilung, ab 1974 Prokurist, 1978-1981 Abteilung Vermögensanlagen, Filial- und Zweigstellenbetreuung, ab 1982 Abteilungsdirektor, 1982-1993 Leitung der Abteilung Anlage- und Vermögensberatung, ab 1986 stellvertretender Direktor und ab 1993 Direktor, 1994-1999 Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank AG in Hamburg. Als Direktor in diesem Hauptfilialbezirk ist er für das gesamte Börsen- und Fondsgeschäft sowie für den Geschäftsbereich Privatkunden Anlagemanagement zuständig, seit 1.6.1999 Geschäftsleitung Deutsche Bank Region Nord und verantwortlich für den Bereich Private Banking, seit Dezember 2001 Mitglied des Private Banking Deutschland Executive Committee und von Mai 2002 bis 2010 Mitglied der Geschäftsleitung Deutschland Private Wealth Management. 2010 bis 2013 war Rolf Hunck Senior Executive Consultant, Deutsche Bank AG. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Vollmitglieder

Professor Dr. Michael Droege

Michael Droege ist Inhaber eines Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Verwaltungsrecht, Religionsverfassungs- und Kirchenrecht sowie Steuerrecht an der Juristischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach einem Studium der Rechtswissenschaft und Promotion in Bielefeld erfolgte seine Habilitation in Frankfurt am Main. Er hat an der Universität Osnabrück und der Johannes Gutenberg Universität Mainz gelehrt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Verfassungs- und Steuerrecht, im Nonprofit-Recht und im Religionsverfassungs- und Kirchenrecht.

Professor Dr. Rainer Hüttemann

Jahrgang 1963. Studium der Volkswirtschaftslehre und der Rechtswissenschaften in Bonn als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1989 1. juristische Staatsprüfung OLG Köln, 1990 steuerrechtliche Promotion in Bonn bei Prof. Dr. Brigitte Knobbe-Keuk, 1990 bis 1993 Rechtsreferendariat OLG Köln (Stagen u.a. am Bundesfinanzhof in München und in einer Steuerrechtskanzlei in Rom), 1991 Diplom-Volkswirt (Universität Bonn), 1993 Assessorexamen LJPA Düsseldorf. Von 1993 bis 1998 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Steuerrecht der Universität Bonn. WS 1997/1998 Habilitation an der Universität Bonn. Von 1998 bis 2004 o. Professor für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Steuerrecht an der Universität Osnabrück. 2001/2002 Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften, 2002 bis 2004 Mitglied des Senats der Universität Osnabrück. 2002 Ablehnung von Rufen an die Freie Universität Berlin (Nachfolge Prof. Dr. Joachim Schulze-Osterloh) und an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Alfried Krupp-Stiftungslehrstuhl für Unternehmenssteuerrecht). 2004 Berufung an die Universität Bonn. Seit dem WS 2004/2005 o. Professor für Bürgerliches Recht, Handels-, Bilanz- und Steuerrecht an der Universität Bonn und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Steuerrecht.

Professor Dr. Dominique Jakob, M.I.L. (Lund)

Prof. Dr. iur. Dominique Jakob, M.I.L. (Lund), studierte Rechtswissenschaften in Augsburg, München und Lund (Schweden). Er habilitierte sich mit der Schrift «Schutz der Stiftung – Die Stiftung und ihre Rechtsverhältnisse im Widerstreit der Interessen» und besitzt die Lehrbefugnis für die Fächer «Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung, Zivilverfahrensrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Steuerrecht». Seit 2007 ist er Inhaber eines Lehrstuhls für Privatrecht an der Universität Zürich, wo er 2008 das «Zentrum für Stiftungsrecht» sowie 2010 den «Zürcher Stiftungsrechtstag» ins Leben gerufen hat. Seine Forschungs- und Beratungsschwerpunkte liegen in der (internationalen) Nachlassplanung und Vermögensgestaltung sowie im nationalen und internationalen Stiftungsrecht. Er ist ein gefragter Publizist und Referent im In- und Ausland, Mitglied von Organen verschiedener Institutionen sowie Berater von Regierungen, Finanzinstituten, Unternehmen, Stiftungen, Vereinen, Privatpersonen und Familien. 2015 gründete er die Kanzlei Jakob Studen Partner in Zürich. www.rwi.uzh.ch/jakob

Professor Dr. Thomas Koller

Geboren am 22.8.1953; 1972-1977 Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bern (Abschluss mit dem Lizentiat; summa cum laude); 1977-1980 Assistent am Romanistischen Seminar der Universität Bern; 1980-1981 Anwaltspraktikum im Kanton Luzern (1981: Anwaltspatent); 1982-1983 Direktionsassistent bei der Schweizerischen Bankgesellschaft (heute: UBS); 1983 Promotion zum Dr. iur. (summa cum laude) mit der Dissertation "Die eidgenössische Alters- und Hinterlassenenversicherung im Verhältnis zum schweizerischen Eherecht" (ausgezeichnet mit dem Prof. Walther Hug-Preis); 1983-1987 Gerichtssekretär am Schweizerischen Bundesgericht (mit Schwergewicht der Tätigkeit im Steuerrecht); 1987-1990 Bearbeitung des vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanzierten Forschungsprojekts "Die Interdependenz zwischen Privatrecht und Steuerrecht"; 1990-1994 Assistent am Zivilistischen Seminar der Universität Bern; 1993 Habilitation (Thema der Habilitationsschrift: "Privatrecht und Steuerrecht – Eine Grundlagenstudie zur Interdependenz zweier Rechtsgebiete", ausgezeichnet mit dem grossen Walther Hug-Preis 1998); ab April 1994 vollamtlicher Extraordinarius, ab September 1997 vollamtlicher Ordinarius für Privatrecht und Sozialversicherungsrecht, unter Berücksichtigung des Steuerrechts, an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern (Nachfolge Prof. Dr. Eugen Bucher). Weitere Tätigkeiten: 1994-2006 nebenamtlicher Richter bei der Eidgenössischen Alkoholrekurskommission (Spezialverwaltungsgericht mit hauptsächlich abgaberechtlichen Fällen); seit 2004 redaktioneller Mitarbeiter der "Zeitschrift des Bernischen Juristenvereins" (ZBJV). Wissenschaftliche Betätigung: Publikationen im Privatrecht, Sozialversicherungsrecht und Steuerrecht, schwergewichtig zu Fragen der Interdependenz zwischen diesen Rechtsgebieten sowie über Probleme des Gemeinnützigkeitsrechts, des Mietrechts und des UN-Kaufrechts. www.ziv.unibe.ch

Professor Dr. Karl-Heinz Paqué

1975-80 Studium der Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Saarbrücken und Kiel sowie der University of British Columbia, Vancouver (Kanada); Diplom-Volkswirt 1980 in Kiel, 1981-82 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, Forschungsgruppe Staat und Wirtschaft (Leitung: Prof. Roland Vaubel) 1982-83 Research Fellow am Center for Study of Public Choice, Blacksburg, Virginia, U.S.A. (Leitung: Prof. James Buchanan); Förderung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst, 1983-86 Wissenschaftlicher Assistent in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel (Lehrstuhl: Prof. Herbert Giersch); Promotion 1986 (summa cum laude), 1986-89 Hochschulassistent (C 1) in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel; Mitglied im Berufungsausschuss, 1990 Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1991-96 Leiter der Forschungsabteilung I Wachstum, Strukturpolitik und internationale Arbeitsteilung im Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (Nachfolge: Prof. Juergen Donges), 1995 Habilitation an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel (Lehrbefähigung im Fach Volkswirtschaftslehre); 1996 Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (primo loco), seit WS 96/97 Professor für Volkswirtschaftslehre (C4) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Internationale Wirtschaft, seit 16. Mai 2002 MdL Sachsen-Anhalt, Mai 2002 bis April 2006 Minister der Finanzen des Landes Sachsen Anhalt, Mitglied des Bundesrates, Stellvertretendes Mitglied des Vermittlungsausschusses.

Professor Dr. Peter Rawert

Jahrgang 1959. Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Gießen, Mainz, Kiel und Surrey (GB). 1983 Erstes Staatsexamen. 1984 Master of Laws (University of Exeter/GB). 1985 mehrmonatiger Forschungsaufenthalt an der Harvard University (USA). 1988 Zweites Staatsexamen. 1989 Promotion an der Universität Kiel im Stiftungsrecht. 1989 Rechtsanwalt in Frankfurt/M. 1994 Notar in Hamburg. Seit 1999 Honorarprofessor (Vertragsgestaltung) an der Universität Kiel. Lehrbeauf­tragter an der Bucerius Law School, Hamburg. Ehrenamtliche Tätigkeit in zahlreichen Stiftungen. Mitglied der Aufsichtsräte der K.D. Feddersen-Gruppe, Hamburg, Mitglied der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages. Berufliche und wissenschaftliche Schwerpunkte im Gesellschafts-, Immobilien-, Erb- und Stiftungsrecht. Mitheraus­geber und Autor des Beck’schen Formularbuches Bürgerliches, Handels- und Wirt­schaftsrecht. Verheiratet, zwei Kinder, Amateurzauberer und begeisterter Zauber­historiker.

Professor Dr. Dieter Reuter †

Dieter Reuter, 1940 geboren, studierte Rechtswissenschaften in Münster und Berlin. Staatsexamina legte er 1965 in Hamm und 1968 in Düsseldorf ab. 1967 wurde er mit einer Arbeit im Schnittpunkt von Familienrecht und Verfassungsrecht promoviert, 1972 für die Fächer Bürgerliches Recht, Handelsrecht und Arbeitsrecht an der Universität Bielefeld habilitiert. 1974 wurde er Ordinarius für Bürgerliches Recht, Wirtschafts- und Arbeitsrecht an der Freien Universität Berlin. 1978 bis 1985 war er in gleicher Funktion an der Universität Tübingen tätig. Von 1985 bis 2006 lehrte er als geschäftsführender Direktor des Instituts für Wirtschafts- und Steuerrecht Bürgerliches Recht, Wirtschafts- und Arbeitsrecht an der Universität Kiel. Weitere Rufe an die Universitäten Göttingen und Bielefeld hat Prof. Reuter abgelehnt. Seit 2006 war er emeritiert. In der Kieler Zeit war er im zweiten Hauptamt Richter am OLG Schleswig. Er war Mitglied der Joachim Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften in Hamburg. Er war 1992 bis 1996 (Ersatz-Fachgutachter) der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1984 war er Gutachter (Wirtschaftsrechtliche Abteilung), 1996 Referent (Arbeitsrechtliche Abteilung) des Deutschen Juristentags. Dem Non-Profit-Recht war Prof. Reuter als Kommentator des Vereins- und Stiftungsrecht im Münchener Kommentar zum BGB und als Autor zahlreicher vereins- und stiftungsrechtlicher Aufsätze verbunden. Dieter Reuter ist am 17. März 2016 verstorben.

Dr. Andreas Richter, LL.M.

Andreas Richter ist Rechtsanwalt in der Sozietät P+P Pöllath + Partners in Berlin. Er studierte am Trinity College, Cambridge, legte in Hamburg sein Erstes Juristisches Staatsexamen ab und absolvierte ein Masterprogramm an der Yale Law School. Daraufhin promovierte er mit einer historisch-rechtsvergleichenden Arbeit zum deutschen und amerikanischen Stiftungsrecht. Dr. Andreas Richter ist Fachanwalt für Steuerrecht, auf die Beratung von Familienunternehmen und Stiftungen spezialisiert und veröffentlicht regelmäßig zum Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrecht.

Karsten Schmidt

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Karsten Schmidt

Karsten Schmidt, 1939 geboren, ist Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensrecht an der Bucerius Law School. Von 2004 bis 2012 war er Präsident der Bucerius Law School. Er studierte Rechtswissenschaften - daneben anfangs Geisteswissenschaften - in Kiel und München. Die Staatsexamina legte er 1965 in Schleswig und 1969 in Hamburg ab. 1972 wurde er mit einer gesellschaftsrechtlichen Arbeit promoviert, 1975/1976 für die Fächer Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht und Zivilprozessrecht bei der Universität Bonn habilitiert. Nach einer Professur in Göttingen war er von 1977 bis 1997 Professor an der Universität Hamburg und Direktor des Seminars für Handels-, Schiffahrts- und Wirtschaftsrecht. Seit 1997 war Karsten Schmidt Professor an der Universität Bonn und Direktor des Instituts für Handels- und Wirtschaftsrecht (emeritiert 2004).Bis zur Gründung der Akademie der Wissenschaften in Hamburg war er Mitglied der Joachim Jungius Gesellschaft der Wissenschaften, Hamburg, und ist seit 2005 Seniormitglied der Akademie. Er ist Mitglied der der Academia Scientiarum et Artium Europaea, Salzburg, außerdem Honorary Fellow des Institute for Advanced Legal Studies, London, korrespondierendes Mitglied der Academia Nacional de Derecho y Ciencias Sociales, Cordoba/Argentinien sowie Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb (FIW), Köln. Von 1987 bis 1999 war Karsten Schmidt stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender der Zivilrechtslehrervereinigung, von 1988 bis 1996 Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Außerdem ist er seit 1984 Mitglied des Vorstandes und seit 1986 des Kuratoriums der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Hamburg, sowie seit 1992 Vizepräsident des Übersee-Club, Hamburg. Er ist Herausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift für das gesamte Handels- und Wirtschaftsrecht (ZHR), Mitherausgeber der Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (ZIP) sowie Mitglied des Editorial Board des International and Comparative Corporation Law Journal. Er ist Verfasser von Lehrbüchern (Handelsrecht, Gesellschaftsrecht), Kommentaren und zahlreichen Aufsatzveröffentlichungen. Er ist Ehrendoktor der Universitäten Athen und Wien (2002) sowie der Leuphana (2012) und Träger des vom Hamburgischen Anwaltverein vergebenen Emil von Sauer-Preises 2005 sowie des Dr.-Günther-Buch-Preises 2009 der Buch-Gedächtnisstiftung Hamburg. 2006 wurde ihm vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen. Auslandsaktivitäten u. a. in Spanien, Griechenland, Argentinien und China.

(c) Curia

Professor Dr. Verica Trstenjak

Die ehemalige Generalanwältin am Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg (2006-2012) und ehemalige Richterin am EU Gericht (2004-2006) ist seit  2013 Professorin für Europarecht an der Universität Wien. Seit 2012 ist sie außerdem auswärtiges wissenschaftliches Mitglied am Max Planck Institut Luxemburg for International, European and Regulatory Procedural Law. Sie ist Vortragende in verschiedenen LLM-Programmen (Universität Wien, Europäische Juristische Fakultät Slowenien) und Sommerschulen (Universität Salzburg, Innsbruck/Alpbach). Prof. Dr. Trstenjak hat zahlreiche Bücher, sowie über 250 wissenschaftliche Artikel publiziert und ist darüber hinaus Herausgeberin verschiedener bedeutender rechtswissenschaftlicher Fachzeitschriften (European Law Review (SSCI), European Journal of Consumer Law, European Journal of Commercial Contract Law (EJCCL), Zeitschrift für Europäisches Privatrecht (ZeuP-korrespondierendes Mitglied),  Ecolex u.a.).  Sie ist Mitglied der International Academy of Comparative Law (IACL), des Law Section Comitee der Academia Europaea sowie Gründungs- und Ratsmitglied des European Law Institute – ELI. Vor der Übernahme ihrer Funktion am EuGH in Luxemburg, war Prof. Dr. Trstenjak in mehreren hohen Funktionen der slowenischen Verwaltung tätig. Von 1994 bis 2000 war sie zunächst Leiterin des Rechtsdienstes und später Staatssekretärin im Ministerium für Forschung und Technologie und  war  Professorin an der Universität Maribor (Marburg), Slowenien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Europäischen Verfassungs- und Verfahrensrecht bzw im Europäischen Privatrecht, insbesondere EU-Konsumentenschutz, EU-Urheberrechte, EU-Grundrechte, Unionsbürgeschaft und darüber hinaus auch im Zivilrecht, Recht von Nichtregierungsorganisationen (non profit-Sektor), besonders in Verbindung mit dem Bereich des Stiftungsrechts.

 

 

In memoriam

W. Rainer Walz, der am 16. Juli 2006 bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist, war seit April 2002 Inhaber des Lehrstuhls für Steuerrecht und Direktor des Instituts für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen.

Das Studium der Rechtswissenschaft absolvierte Walz von 1962 bis 1967 in Köln und Tübingen. 1968 folgte der Abschluss eines LL.M. an der University of California in Berkeley mit seiner Arbeit zur Enteignungsentschädigung. Im Jahr 1972 legte Walz das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Von 1969 bis 1972 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter, später Assistent bei Professor Dr. Friedrich Kübler an den Universitäten Gießen und Konstanz. 1972 wurde Walz mit der Arbeit "Der Schutzinhalt des Patentrechts im Recht der Wettbewerbsbeschränkungen" bei Prof. Dr. Ludwig Raiser, Universität Tübingen, promoviert. Die Arbeit wurde mit dem Preis der juristischen Fakultät bedacht.

1973 schrieb Walz den ersten ausführlichen Beitrag im deutschen Sprachraum zur später stark expandierenden ökonomischen Analyse des Rechts in der Festschrift für Ludwig Raiser. Zu dieser Zeit fing er an, sich stark für die Querverbindungen von Steuerrecht und Zivilrecht zu interessieren. Von 1976 bis 2002 war er Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft II (Reformierte Juristenausbildung) der Universität Hamburg. Dort richtete er den ersten unternehmensteuerrechtlichen Wahlschwerpunkt an deutschen Universitäten ein, wobei insbesondere der Lehraustausch mit dem Finanzgericht Hamburg gepflegt wurde. 1984 bis 1988 war er Vizepräsident des Hamburger Ausbildungs- und Prüfungsamtes für die Einstufige Juristenausbildung. Wissenschaftlich beschäftigte er sich in dieser Zeit insbesondere mit der Integration von Rechtswissenschaft und Ökonomie und mit den Übergängen von Zivil- und Steuerrecht. Später kamen eine stärkere Befassung mit dem Bilanzrecht und noch später mit dem Stiftungszivil- und -steuerrecht dazu. Walz absolvierte Forschungsaufenthalte von mehreren Monaten in Berkeley in Kalifornien und einen sechswöchigen Lehraufenthalt an der National University of Law in Bangalore, Indien.

Walz engagierte sich außerhalb der Bucerius Law School im Rahmen des Erasmus Programms Law and Economics. Er war Mitglied bei der Deutschen Zivilrechtslehrervereinigung, der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft für Rechnungslegungstheorie beim Verein für Socialpolitik, dem Bundesverband Deutscher Stiftungen und beim Deutschen Juristentag, für den er im Jahr 1980 das Gutachten zur Notwendigkeit einer Unternehmensteuerreform verfasst hat.

W. Rainer Walz