Die Hochschule

Gleichstellung an der Bucerius Law School

Gleichstellung an der Bucerius Law School

Die Gleichstellung der Geschlechter zielt auf die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen, den Abbau bestehender Nachteile für ein Geschlecht und für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis von Frauen und Männern (mind. 40/60). Gleichstellung heute hat beide Geschlechter im Blick und erschöpft sich nicht wie in den Anfangsjahren in der Förderung von Frauen. 

Dabei geht der englische Begriff „gender“ über das biologische Geschlecht („sex“) hinaus und meint demgegenüber das soziokulturelle Geschlecht oder die sozial und kulturell geprägten Geschlechterrollen. Mit dieser begrifflichen Differenzierung soll deutlich gemacht werden, dass männliche und weibliche Zuschreibungen auf gesellschaftlichen Dynamiken beruhen und nicht durch das biologische Geschlecht vorgegeben sind. Das soziokulturelle Geschlecht ist also nicht angeboren, sondern erlernt und damit veränderbar.

Die Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen hat viele mögliche Ansatzpunkte im Bereich der inneren und äußeren Barrieren, denen beide im Alltag begegnen. Die Gleichstellungsarbeit der Bucerius Law School möchte für diese verschiedenen Barrieren ein größeres Bewusstsein schaffen. Sie möchte dazu beitragen, dass solche Vorstellungen der Geschlechter weiter abgebaut werden, die diese einengen und / oder abwerten. Sie möchte Männer und Frauen ermuntern, über eine chancengerechte Aufteilung von privaten Aufgaben (Partnerschaft / Familie) und Erwerbsaufgaben ins Gespräch zu kommen. Und sie möchte für Rahmenbedingungen sorgen, aufgrund derer beide Geschlechter im Hochschulalltag gleichberechtigt teilhaben können. Welche konkreten Maßnahmen die Hochschule hier ergreifen wird, ist im Gleichstellungsplan der Hochschule von 2017 – 2021 festgehalten.

Zahlreiche gesetzliche Grundlagen berühren die Gleichstellung der Geschlechter. Zu nennen sind hier insbesondere Art. 3 Abs. 2 und 3 Grundgesetz (GG) und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Zudem § 3 Abs. 5 HmbHG, der den Auftrag von staatlichen Hamburger Hochschulen festschreibt, für die Gleichstellung von Männern und Frauen Sorge zu tragen. In § 15a der Satzung der Bucerius Law School ist die Aufgabe der Gleichstellungsperson festgehalten, für die Einhaltung der verfassungsrechtlich gebotenen Gleichstellung an der Hochschule zu sorgen und durch Beratung, Vorschläge und geeignete Initiativen an dem Willensbildungsprozess im Senat der Hochschule und der Hochschulleitung mitzuwirken. 2006 wurde ein Verhaltenskodex für alle Mitglieder der Hochschule beschlossen, der unter anderem Diskriminierungen wegen des Geschlechts als schweren Verstoß gegen den Kodex sanktioniert. Die Bucerius Law School hat zudem 2014 eine Leitlinie für die Gleichstellungsperson im wissenschaftlichen Bereich erlassen, aus der sich deren Aufgaben konkret ergeben. Für die Jahre 2017 – 2021 wurde gemeinsam mit der Hochschulleitung ein Gleichstellungsplan aufgestellt. Dort sind auch Angaben über den Anteil an Studentinnen, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Professorinnen enthalten.

Diversity bezeichnet die Vielfalt der Menschen in einer Organisation. Alter, Geschlechtsidentitäten, sexuelle Orientierung, Religion & Weltanschauung, Behinderungen sowie ethnische Herkunft & Nationalität sind eng mit der Persönlichkeit verbundene Dimensionen von Vielfalt. Zudem gibt es weiter entfernte Dimensionen, wie z.B. Betriebszugehörigkeit oder erworbene Kompetenzen (vgl. Charta der Vielfalt).

Geschlechtliche Vielfalt (Diversity) nimmt die Belange von Trans*- und Inter*-Menschen und Menschen, die jenseits der Geschlechterpolarität leben, in den Blick (vgl. Geschlechtliche Vielfalt, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2015).

Das Diversity Management einer Organisation möchte zu einer Kultur der Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt, der Herstellung von Chancengleichheit, dem Abbau von Diskriminierungen, der Nutzung des Potentials von Vielfalt und der Förderung von Innovationen beitragen.

Zahlreiche gesetzliche Grundlagen berühren das Thema Gleichstellung und Diversity. Zu nennen sind hier insbesondere § 3 Abs. 4 HmbHG, der staatliche Hamburger Hochschulen auffordert, „Konzepte zum konstruktiven Umgang mit Verschiedenheit“ zu erarbeiten. Zudem natürlich Art. 3 Grundgesetz (GG) und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). In § 15a der Satzung der Bucerius Law School ist die Aufgabe der Gleichstellungsperson festgehalten, für die Einhaltung der verfassungsrechtlich gebotenen Gleichstellung an der Hochschule zu sorgen und durch Beratung, Vorschläge und geeignete Initiativen an dem Willensbildungsprozess im Senat der Hochschule und der Hochschulleitung mitzuwirken. 2006 wurde ein Verhaltenskodex für alle Mitglieder der Hochschule beschlossen, der Diskriminierungen und sexuelle Belästigung als schwere Verstöße gegen den Kodex sanktioniert. Die Bucerius Law School hat zudem 2014 eine Leitlinie für die Gleichstellungsperson im wissenschaftlichen Bereich erlassen. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen gleichberechtigt an Studium, Lehre und Forschung der Bucerius Law School teilhaben können.

Die Vereinbarkeit von Beruf / Studium und Familie spielt für die Gleichstellung aller Menschen einer Organisation eine zentrale Rolle. Alle sollen daher bei der Inanspruchnahme unterstützender Maßnahmen für die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen gleichermaßen angesprochen und gefördert werden. Eine chancengerechte Aufteilung von Familienaufgaben auf der einen und Erwerbsarbeit auf der anderen Seite ist ein weiterer Grundpfeiler dieser Vereinbarkeit.

Die Kindertagesstätte der Bucerius Law School hält Betreuungsplätze für bis zu 40 Kinder von sechs Monaten bis sechs Jahre bereit und hat wochentags von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. 

Kontakt Kindertagesstätte an der Bucerius Law School e.V.

Sandra Niemann (Leitung)
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg
Tel.: (040) 63 60 77 - 25 / - 27
E-Mail: kita(at)law-school.de

Dr. Jo Aschenbrenner, LL.M.

Dr. Jo Aschenbrenner, LL.M.

Gleichstellungsperson für den wissenschaftlichen Bereich der Hochschule (Professor*innen, wissenschaftlicher Mittelbau, Studierende)
Ansprechpartnerin bei sexueller Diskriminierung und Mobbing und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium

Tel.: (040) 3 07 06 - 198
E-Mail: jo.aschenbrenner(at)law-school.de

Alexandra Malcha

Alexandra Malcha

Ansprechpartnerin für Belange von behinderten Personen und für Inklusion

Tel.: (040) 3 07 06 - 102
E-Mail: alexandra.malcha(at)law-school.de

Sandra Niemann

Ansprechpartnerin der Kindertagesstätte der Bucerius Law School e.V.

Tel.: (040) 63 60 77 - 25 / - 27
E-Mail: kita(at)law-school.de