Finanzierung

Umgekehrter Generationenvertrag

Von einer Generation zur nächsten

Die Bucerius Law School bietet eine ganz besondere Finanzierungmöglichkeit, die wirklich jedem Bewerber das Studium ermöglicht: den Umgekehrten Generationenvertrag (UGV).

Das Prinzip

Beim Abschluss eines UGV fallen während des Studiums keine Studiengebühren an. Du verpflichtest dich im Gegenzug, nach Eintritt in das Berufsleben und nach Erreichen eines Mindesteinkommens (30.000 Euro brutto) 10 Jahre lang 9 Prozent deines Einkommens in einen Fonds zu zahlen.

Die Zahlungen gehen an den von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius aufgelegten "Bucerius Bildungsfonds", aus dem wiederum die Studiengebühren derjenigen Studenten gezahlt werden, die sich in Zukunft ebenfalls für dieses Zahlungsmodell entscheiden werden.

Die Vorteile

Der UGV hat den Vorteil, dass sich die tatsächliche Studiengebührenhöhe an deinem beruflichen Erfolg nach dem Studium anpasst - womit der UGV besonders risikofrei ist. Hinzu kommt, dass bei geringem Einkommen (z.B. im Referendariat) keine Zahlungsverpflichtung besteht. Du zahlst also stets nur soviel, wie du dir leisten kannst: Verdienen du wenig, so zahlst du auch wenig. Verdienst du viel, dann zahlst du auch mehr - immer aber den festgelegten Prozentsatz deines Einkommens.

Die Rückzahlungen sind auf ein faires Maximum (das Doppelte der ursprünglichen Studiengebühren plus Inflationsausgleich) beschränkt, so dass du selbst im Falle einer außerordentlichen und weit überdurchschnittlichen Verdienstentwicklung nicht unverhältnismäßig viel zurückzahlen werden.

Der UGV lässt dir also Freiraum bei deiner Lebensplanung: Ganz gleich, ob du dich zunächst der Kindererziehung widmest, ob du eine Weltreise machst oder promovierst - in dieser Zeit hast du wenig oder kein Einkommen, so dass auch deine Zahlungspflicht entfällt. Das Gleiche gilt erst recht dann, wenn du beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen deine Berufstätigkeit unterbrechen musst. Nach heutiger Rechtslage sind die späteren Zahlungen teilweise sogar steuerlich abzugsfähig.

Die Vergabe

In jedem neuen Studentenjahrgang werden etwa 40 UGV-Verträge vergeben. Bei größerer Nachfrage können eventuell auch mehr Verträge zur Verfügung gestellt werden.

Voraussetzung für einen UGV ist Bedürftigkeit.

  • Wer mit Studienbeginn voraussichtlich BAföG erhält, ist in jedem Fall UGV-berechtigt – und zwar unabhängig davon, ob die BAföG-Berechtigung das gesamte Studium über gilt.
  • Wer kein BAföG erhält, kann ebenfall UGV-berechtigt sein, wenn dennoch Bedürftigkeit vorliegt. Ob das zutrifft, wird mit viel Verständnis für den Einzelfall geklärt.
  • Interessenten für den UGV haben ab der Einladung zum mündlichen Auswahlverfahren die Möglichkeit, eine Vorabprüfung für eine UGV-Berechtigung durchführen zu lassen.
  • Weitere Details werden rechtzeitig im Bewerberintranet bekannt gegeben.

Ansprechpartner

Klaus Weber, Bucerius Law School, Hamburg

Hast du Fragen zum UGV? Ich helfe dir gerne weiter!

Klaus Weber
Hochschulkommunikation
Tel.: (040) 3 07 06 - 127
E-Mail: bewerbungen@law-school.de

Laura Schmidt, Jahrgang 2009

"Ich empfinde den Generationenvertrag als unglaublichen Vertrauensvorschuss mir gegenüber."

Laura Schmidt,
Jahrgang 2009
Jan Erik Spangenberg, Jahrgang 2001

"Überzeugt hat mich am Umgekehrten Generationenvertrag, dass er prozentual an das Einkommen anknüpft. Damit ist die Belastung für alle vergleichbar, und niemand muss sich in seiner Berufswahl eingeschränkt fühlen: Wer später weniger verdient, zahlt auch weniger."

Jan Erik Spangenberg, Jahrgang 2001,
Rechtsanwalt