Warum Jura?

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Jurastudium

Bin ich für ein Jurastudium geeignet?

Die wichtigste Frage, die du dir bei der Wahl eines Studienfachs stellen solltest, ist zunächst einmal: Wo liegen deine Talente und Interessen? Erst dann solltest du schauen, ob das, was dabei herauskommt, mit Jura zusammenzubringen ist. Anders gesagt: Jura muss zu dir passen!

Entdecke deine Interessen

Unten findest du Vorschläge, wie du deine Interessen, Talente und Eignungen herausfinden kannst. Sei dabei vor allem ehrlich mit dir selbst! Lass dich also nicht von Image und Prestige einzelner juristischer Berufe oder Tätigkeiten leiten.

Die Dauer eines Jurastudiums beträgt ein paar Jahre. Deshalb sollten dir die Themen, mit denen du dich sowohl im Studium als auch im Beruf beschäftigen wirst, grundsätzlich Spaß machen. Reine Vernunftsentscheidungen sind hier nicht anzuraten, Jobchancen und Verdienstmöglichkeiten solltest du in dieser Phase also erstmal außen vor lassen.

Stelle dir folgende Fragen:

  • Wofür kann ich alles stehen und liegen lassen?
  • Bei welchen Tätigkeiten vergesse ich die Zeit?
  • Über welche Themen kann ich leidenschaftliche Gespräche mit anderen führen?
  • Über welche Themen weiß ich besonders viel?
  • Was sind meine Lieblingsfächer und meine Hobbies?

Eignung für ein Jurastudium

Nicht jedes Interesse ist mit einem Studienfach gleichzusetzen. Daher solltest dich mit dem Studienfach, das dir von deinen Interessen her geeignet erscheint, intensiver auseinandersetzen. Das gilt natürlich auch und gerade für Jura.

Bei der Entscheidung für ein Jurastudium solltest du Folgendes mitbringen.

Sprache ist das Handwerkszeug eines Juristen – sowohl schriftlich als auch mündlich. Gesetze sind Texte, und jede Art juristischer Tätigkeit – vom Gutachten bis zum Plädoyer, von der Studienklausur bis zum Urteil – vollzieht sich durch Sprache, also durch mündliche oder schriftliche Argumentation. Das heißt auch: Viel lesen! Eine gute Note in Deutsch ist also eine gute Voraussetzung für ein Jurastudium.

Juristen streiten sich gerne, du solltest also keine Angst vor Konflikten und vor Diskussionen haben. Dazu gehört Freude am Argumentieren und die Ambition und Ausdauer, andere mit deinen Argumenten überzeugen zu können.

Bei aller Notwendigkeit von Diskussion und Streit: Am Ende muss eine Lösung des Konflikts her, die die Interessen aller Seiten berücksichtigt. Bei Strafsachen ist der Spielraum natürlich geringer als beispielsweise beim Vertragsrecht. Insofern: Auch Sozialkompetenz ist ein wichtiger Faktor und dazu ist mehr nötig, als virtuos mit Paragraphen umgehen zu können. Jemand, der also lieber mit Dingen arbeitet als mit Menschen, wird wahrscheinlich mit Jura nicht seine Erfüllung finden.

Ein guter Jurist wird immer auch die Fähigkeit zu logischem Denken benötigen, um das hoch abstrakte System der Gesetze aufzuschlüsseln und anzuwenden. Man muss allerdings kein Ass in Mathematik sein, zumal es ja auch sprichwörtlich heißt "Judex non calculat" ("Ein Richter rechnet nicht"). Logisches Denkvermögen ist auch in anderen Bereichen erlernbar, seien es naturwissenschaftliche Fächer oder Fremdsprachen, hier insbesondere Latein (keine Angst, ein Latinum ist keine Voraussetzung für ein Jurastudium).

Entsprechen die beruflichen Möglichkeiten meinen Erwartungen?

Wenn du zum Schluss kommst, Jura könnte zu dir passen: Wunderbar. Im dritten Schritt solltest du dir dann vergegenwärtigen, was dich im Verlauf des Jurastudiums und im späteren juristischen Beruf erwartet und ob das deinen Erwartungen entspricht.

Auswahl nach Eignung

An der Bucerius Law School sind wir davon überzeugt, dass jeder mit einem Talent für Jura das Studium bei uns auch erfolgreich abschließen kann. Deswegen wurde das Auswahlverfahren auch so konzipiert, dass die Eignung der Bewerber für das Studienfach Jura im Vordergrund steht. Das Auswahlverfahren wurde mit Hilfe der Beratungsfirma ITB entwickelt, die sich auf Test- und Begabungsforschung spezialisiert.

» Das Auswahlverfahren der Bucerius Law School

Florian Faust

"Ein Gespür für die Feinheiten der deutschen Sprache ist eine wichtige Eigenschaft für angehende Juristen. Ein Jurist versteht zum Beispiel, dass es zwischen 'Eigentum' und 'Besitz' einen deutlichen Unterschied gibt."

Professor Dr. Florian Faust,
Bucerius Law School

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