Warum Jura?

Was ist Jura?

Mehr als Recht und Ordnung

Jura (oder Rechtswissenschaft) ist einer der beliebtesten Studiengänge Deutschlands. Aber warum? Und was ist Jura eigentlich?

Was machen Juristen?

Juristen lösen Konflikte oder beugen Konflikten vor, die sich im Zusammenleben ergeben. Das Handwerkszeug der Juristen sind Verträge und Gesetze, also jede Form von Regeln für das gemeinsame Miteinander. Ihre Alltagsarbeit besteht in der Prüfung der Rechtslage:

  • Das Recht welchen Staates ist überhaupt anwendbar?
  • Welche spezielle gesetzliche Regelung ist einschlägig?
  • Wie sind Vertrag und Gesetz auszulegen?

Juristische Alltagsarbeit erfordert Präzision: Oft sind einzelne Worte für die Anwendung eines Gesetzes ausschlaggebend, abstrakte Formulierungen müssen mit Inhalt gefüllt werden und Strukturen und Zusammenhänge der Rechtsgrundlagen müssen verstanden werden. Schließlich müssen Juristen das Recht auch anwenden können, beispielsweise vor Gericht. Dafür gibt es bestimmte Verfahrensregeln, die in Prozessordnungen niedergelegt sind.

» Mehr über Juristische Berufe

Jura – Perfekt für Unentschlossene?

Ein Jurastudium hat den großen Vorteil, dass man sich im Grunde genommen erst nach dem Zweiten Staatsexamen auf einen Beruf festlegen muss. Während des Studiums und des Referendariats findet weder eine juristische Spezialisierung statt, noch gibt es verschiedene Ausbildungswege für die verschiedenen volljuristischen Berufe. Dass Jura der perfekte Studiengang für Unentschlossene ist, ist allerdings ein Trugschluss. Jura sollte immer den eigenen Interessen, Eignungen und Fähigkeiten entsprechen. Nur so kann man mit Jura auch glücklich werden – unabhängig vom späteren juristischen Beruf.

» Mehr über die Eignung zum Jurastudium

Studium und Beruf

Natürlich wird während des Studiums mit Praxisfällen gearbeitet, aber die Herangehensweise unterscheidet sich doch grundlegend von der späteren Rechtspraxis. Das beginnt schon damit, dass man während des Studiums Fälle aus der Perspektive eines Gutachters löst, während man in der beruflichen Praxis vorwiegend auf ein Urteil hinarbeitet, Fälle also im Urteilsstil löst. Gleichwohl ist es sinnvoll, das Studium aus der etwas breiter angelegten Perspektive des Gutachtens zu verfolgen: Es weitet gewissermaßen den Blick für die Gegenposition und vermittelt das argumentative Handwerkszeug, um später in der Praxis beratend oder entscheidend tätig zu sein.

Jura – wie trocken!?

Eines der vielen nicht zutreffenden Vorurteile über das Jurastudium. Stimmt genauso wenig wie die Aussage, im Jurastudium müsse man Gesetze auswendig lernen. Jura ist einer der am breitesten gefächerten Studiengänge, die es gibt – aus dem einfachen Grund, weil juristisch eben alles irgendwie geregelt ist. Natürlich gibt es auch im Jurastudium Phasen, die "zäher" sind als andere. Das ist aber immer eine sehr subjektive Einschätzung. Und: Egal, ob man Jura, Kunstgeschichte oder Medizin studiert: Phasen, in denen es schwieriger ist, sich für sein Studium zu begeistern, gibt es immer.

» Mehr über den Studienaufbau

Anne Röthel

"Jura ist eine der lebensnahesten Wissenschaften, die es gibt, denn das Recht regelt das menschliche Miteinander. Man beschäftigt sich deshalb mit allen Facetten des gemeinsamen Lebens, von Fragen der Sterbehilfe bis zur Sportwette, von Vaterschaftstests bis zum Feinstaub."

Professor Dr. Anne Röthel,
Bucerius Law School

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