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Studium generale

Leitidee

In Ergänzung zum Jurastudium gibt das Studium generale der Bucerius Law School Einblick in Themen und Erkenntnisinteressen, Probleme, Denkweisen und Erklärungsmodelle fachfremder Disziplinen. Es vermittelt den Studierenden ein breites Kontext- und Orientierungswissen, mit dem generalistisches Denken geschult und Reflexionsvermögen sowie interdisziplinäre Diskursfähigkeit und Problemlösungskompetenz gefördert werden.

Ausbildungsbereiche

  • Philosophie
  • Geschichte, Politik & Gesellschaft
  • Kunst & Kultur
  • Natur & Technik

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Curriculare Integration

Das Studium generale bildet einen integralen Bestandteil des Ausbildungskonzepts der Bucerius Law School. Für das Studium generale wird der Mittwochnachmittag grundsätzlich von juristischen Veranstaltungen freigehalten. Studierende können aus dem vielfältigen Programmangebot frei wählen und eigene Schwerpunkte setzen. Zur Erlangung des LL.B. sind aus dem Bereich Studium generale Leistungspunkte im Umfang von 8 Credit Points (ECTS) einzubringen. Das Studium generale stellt damit ein Novum in der deutschen Juristenausbildung dar: An der Bucerius Law School wird erstmals das juristische Fachstudium um ein fachübergreifendes Studienprogramm ergänzt.

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Programm

Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Vorlesungen, Seminaren, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lektürekursen, Projektarbeiten, Musik- und Theaterangeboten, Workshops und Exkursionen bietet das Programm des Studium generale Gelegenheit, einen Blick über den Tellerrand der juristischen Disziplin zu werfen. Durch Themenvorschläge und die Organisation eigener Veranstaltungen initiieren die Studierenden ein lebendiges Campusleben und gestalten das Programm des Studium generale mit.


Die Veranstaltungen des Studium generale finden an jedem Mittwochnachmittag der Vorlesungszeit statt. Sie stehen Studierenden wie Mitarbeitern der Hochschule gleichermaßen offen. Darüber hinaus lädt das Studium generale regelmäßig zu ausgewählten öffentlichen Veranstaltungen an die Bucerius Law School ein. Einen Überblick über das aktuelle Programm und die öffentlichen Veranstaltungen des ZSP finden Sie rechts.

                   

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Zahlreiche externe Dozenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien haben bisher im Studium generale zu den Studierenden gesprochen – darunter Helmut Schmidt, Gerhard Schröder, Thomas de Maizière, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Cem Özdemir, Nikolaus Schweickardt, Michael Behrendt, Gerhard Roth, Mojib Latif, Hellmuth Karasek, Joachim Lux, Michael Naumann und Ulrich Wickert.

                   

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Programmangebote zur künstlerischen Praxis bieten den Studierenden Gelegenheit, sich kreativ zu betätigen und ihren künstlerischen Interessen nachzugehen. Von Musik über Illustration bis hin zu Theater – geboten wird eine breite Palette an fachlich angeleiteten Ensembles und Workshops.

Mit Chor, Orchester und Bigband sind drei traditionsreiche Musikgruppen Teil des Studium generale-Angebots. Im laufenden Trimester wird regelmäßig an einem Abend pro Woche unter der Leitung von Christoph Rolfes (Orchester), Anke Rentz (Chor) und Edgar Herzog (Bigband) geprobt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren die Ensembles bei Konzerten vor der Hochschulgemeinde und dem Förderer des Musikbereichs, der Kanzlei Huth-Dietrich-Hahn.

                  

 

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Die Theatergruppe gibt den Studierenden die Möglichkeit ihr darstellerisches Talent unter Beweis zu stellen: Unter Leitung der Regisseurin Liz Rech erarbeitet sich die Gruppe in jedem Studienjahr ein gemeinsam ausgewähltes Stück, das im Sommertrimester zur Aufführung gebracht wird.     

Kooperationspartner aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Kultur unterstützen das Programm des Studium generale. Besonderer Dank gilt der Sozietät Taylor Wessing, die das Trimesterprogramm des Studium generale regelmäßig mit den Veranstaltungen "Talk bei Taylor Wessing" und "Kunst mit Taylor Wessing" fördert.

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Philosophicum

Der Philosophie als derjenigen Wissenschaft, die grundlegende Fragen über die Welt und die menschliche Existenz stellt und diese Fragen grundlegend zu beantworten sucht, kommt im Studium generale der Bucerius Law School besondere Bedeutung zu. Im Ausbildungsbereich Philosophie  werden pro Studienjahr jeweils eine philosophische Vorlesung sowie zwei Lektürekurse angeboten. Die Studierenden erhalten so Gelegenheit, im Bereich Philosophie einen Schwerpunkt zu setzen und sich ein besonderes Grund- und Orientierungswissen in dieser Disziplin anzueignen –  von der Antike bis zur Gegenwart, von Ethik, Metaphysik, Naturphilosophie bis hin zur Anthropologie. Zusätzlich zu dem für den LL.B. geforderten Nachweis für den Besuch von Veranstaltungen im Studium generale kann ein philosophisches Zertifikat, das Philosophicum, erworben werden.

 

Fachliche Leitung im Ausbildungsbereich Philosophie:

 

Dr. Dr. Kai-Michael Hingst M.A.

Kai-Michael Hingst (geb. 1965) studierte (als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes) Rechtswissenschaft (Erstes Juristisches Staatsexamen 1991) sowie Philosophie und Psychologie (M. A. in Philosophie 1993) an der Universität Hamburg. Er wurde in Philosophie mit einer Arbeit über Nietzsche und William James (1996) und in Rechtswissenschaften mit einer Arbeit über die societas leonina (2001) promoviert. Herr Hingst war als Referendar in Brüssel (EU-Kommission) und New York (Deutsches Generalkonsulat) und als Rechtsanwalt in London tätig.  Er ist Partner bei White & Case LLP und berät zu Finanzierungen, im Bankaufsichtsrecht und im Gesellschaftsrecht. Er unterrichtet seit 2004 Philosophie im Studium generale der Bucerius Law School und ist seit 2007 auch Lehrbeauftragter für Handels- und Gesellschaftsrecht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Dr. Sven Murmann M.A.

Dr. Sven Murmann, geboren 1967, studierte Philosophie und Politische Wissenschaften in München, Cambridge (USA) und Zürich. Er ist Verleger und geschäftsführender Gesellschafter der Murmann Verlagsgruppe, der die Verlage Murmann, Osburg und Wachholtz mit Sitz in Hamburg und Neumünster angehören. Ehrenamtlich engagiert sich Sven Murmann unter anderem als Vorsitzender des Stiftungsrates des Schleswig-Holstein Musik Festivals und im Vorstand der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Seit 2002 lehrt er als Dozent im Studium generale der Bucerius Law School.

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Netzwerkarbeit

Das ZSP der Bucerius Law School engagiert sich im "Studium Generale – Netzwerk Nord", einem Forum für den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Studienprogrammen im norddeutschen Raum, die sich für eine zeitgemäße Umsetzung des Studium-generale-Gedankens einsetzen.

Ziel des Netzwerks ist die Positionsbestimmung, Stärkung und Verbreitung der Idee eines allgemein- und persönlichkeitsbildenden Studium generale. Das Netzwerk dient der Reflexion historischer Traditionen und aktueller Perspektiven fachübergreifender Studienmodelle und diskutiert aktuelle bildungspolitische Entwicklungen und gesellschaftliche Herausforderungen Fachstudien ergänzender Hochschulbildung. Als Basis für die gemeinsame Arbeit hat das "Studium Generale – Netzwerk Nord" ein eigenes Leitbild entwickelt.

Das Netzwerk veranstaltet regelmäßig eigene Veranstaltungsreihen und Symposien.

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Aktuelles Programm des ZSP

Die Veranstaltungen des Studium generale stehen grundsätzlich nur den Mitgliedern der Bucerius Law School offen. Ausgewählte öffentliche Veranstaltungen finden sich im unteren Kasten.