Eine Veranstaltungsreihe des Studium generale der Bucerius Law School in Kooperation mit Human Rights Watch.
Die fünfteilige Veranstaltungsreihe finden jeweils mittwochs von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr im Auditorium oder Heinz Nixdorf-Hörsaal der Bucerius Law School statt.
Bei Interesse an einer Teilnahme wird um Anmeldung gebeten unter: studiumgenerale
law-school.de oder Tel.: (040) 3 07 06 - 283. Interessierte Vertreter der Medien melden sich bitte in der Pressestelle der Bucerius Law School an.
Mittwoch, 5. November 2008
China – Sind Menschenrechte universell?
- Günter Nooke, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Berlin
- Dr. Bernhard Dombek, ehem. Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin
- Shi Ming, Journalist und Autor, Köln
- Jochen Graebert, ARD-Korrespondent in China, Peking
- Gisela Mahlmann, ehem. ZDF-Korrespondentin in China, Baden-Baden (Moderation)
Die Hoffnung, durch die Olympischen Sommerspiele 2008 würde sich die Menschenrechtssituation in China verbessern, erwies sich als trügerisch: Zensur, Zwangsräumungen und die Verhängung von Hausarrest gegen Dissidenten sind nach wie vor keine Seltenheit. Welche Mittel und Möglichkeiten hat die Internationale Gemeinschaft, Chinas Regierung dazu veranlassen, die Menschenrechte besser zu achten?
Vergangene Veranstaltungen:
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Terrorismusbekämpfung – Stirbt die Freiheit mit der Sicherheit?
- Daniel Cohn-Bendit, MdEP (Die Grünen), Brüssel
- Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Direktor Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin
- Marianne Heuwagen, Direktorin Deutschland-Büro Human Rights Watch, Berlin (Moderation)
Die Terrorismusbekämpfung in Deutschland ist seit 2001 zunehmend von präventivem Sicherheitsdenken geprägt. Ohne Zweifel bieten Antiterror-Gesetze Möglichkeiten, um den Terrorismus besser zu bekämpfen. Es gibt aber auch bedenkliche Effekte – stirbt die Freiheit mit der Sicherheit?
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Die Europäische Union – ein Verfechter der Menschenrechte?
- Cem Özdemir, MdEP (Die Grünen), Brüssel
- Lotte Leicht, Direktorin Europa-Büro Human Rights Watch, Brüssel (Moderation)
Die Menschenrechte zählen zu den grundlegenden Werten der Europäischen Union. Sie sind in den Gründungsverträgen verankert und wurden durch die Annahme einer Grundrechte-Charta weiter gestärkt. Doch wie sieht die Menschenrechtsbilanz der EU, etwa in den Bereichen Asyl und Anti-Terror-Kampf, tatsächlich aus? Und welche Strategien und Ziele prägen die Menschenrechtspolitik der EU gegenüber anderen Ländern und Regionen?
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Die USA – Menschenrechte nur auf dem Papier?
- Bruce W. Armstrong, Pressesprecher der US-Botschaft, Berlin
- Dr. Michael Naumann, Journalist, Publizist und Verleger, Kulturstaatsminister a.D., Hamburg (Moderation)
Im Kampf gegen den Terrorismus seien die Menschenrechte geopfert worden, werfen Kritiker den USA vor – die US-Regierung verletze Menschenrechte im eigenen Land, verschließe die Augen vor Menschenrechtsverstößen in Drittstaaten und führe willkürliche präventive Militärschläge. Wie ist es um die Menschenrechte in den USA derzeit bestellt? Und was ist von der Menschenrechtspolitik der künftigen US-Regierung zu erwarten, unabhängig davon, welcher Kandidat die Präsidentschaftswahl gewinnt?
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Darfur – Die Vereinten Nationen als Anwalt der Menschenrechte?
- Gerhart R. Baum, Bundesminister des Innern a.D. und Rechtsanwalt, Köln
- Ulrich Wickert, Journalist und Autor, Hamburg (Moderation)
Auch der Einsatz der UNAMID-Friedenstruppen von Afrikanischer Union und Vereinten Nationen hat den Darfur-Konflikt bislang nicht beenden können. Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellengruppen dauern an, Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen sind an der Tagesordnung. Werden die Vereinten Nationen ihrem Anspruch, Verfechter der Menschenrechte zu sein, angesichts der humanitären Katastrophe im Westsudan heute noch gerecht?





