ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Die Stiftung

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius ist die Gründerin der Bucerius Law School und gehört heute zu den größten privat errichteten Stiftungen in Deutschland.

Seit drei Jahrzehnten engagiert sich die ZEIT-Stiftung in den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Kultur (z.B. das Bucerius Kunst Forum) sowie Bildung und Erziehung. Mit ihren Aktivitäten im Hochschulbereich will sie den wissenschaftlichen Nachwuchs und besonders Begabte fördern, gleichzeitig aber auch zu neuen Entwicklungen anregen. Beispiele sind das gemeinsam mit der Studienstiftung des deutschen Volkes durchgeführte Bucerius-Juraprogramm, das jährlich zehn besonders begabten Nachwuchs-Juristen einen Auslandsaufenthalt ermöglicht, sowie Gerd Bucerius-Stiftungsprofessuren, beispielsweise an den rechtswissenschaftlichen Fakultäten in Jena, Greifswald und Rostock.

Mit der Gründung der Bucerius Law School in Hamburg, der ersten privaten Hochschule für Rechtswissenschaft in Deutschland, hat die ZEIT-Stiftung einen weiteren Schritt in diese Richtung unternommen. Die Bucerius Law School wurde am 8. August 2000 staatlich anerkannt, die feierliche Eröffnung fand am 4. Oktober 2000 im Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg statt.

Website der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius: www.zeit-stiftung.de

Der Stifter

Dr. jur. Gerd Bucerius (1906-1995) hat sich auf vielen Gebieten einen Namen gemacht: Er war erfolgreicher Jurist, Verleger und Politiker. Im Jahr 1971 gründete er die ZEIT-Stiftung, die nach dem Tod von Gerd Bucerius und seiner Frau Ebelin deren Universalerbin ist.

Gerd Bucerius begann seine Berufslaufbahn nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. zunächst als Richter in Kiel und Flensburg, bevor die Nationalsozialisten ihm, der mit einer Jüdin verheiratet war und der selbst jüdische Vorfahren hatte, den Staatsdienst versperrten. Als Rechtsanwalt in Hamburg und später als Dienstverpflichteter verhehlte er nicht seine kritische Haltung zum nationalsozialistischen Regime. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Gerd Bucerius vor allem als Verleger der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT erfolgreich. Das 1946 von ihm mitgegründete Blatt nahm schnell einen festen Platz unter den großen liberalen Zeitungen Europas ein. In den Jahren von 1949 bis 1962 war Bucerius Mitglied des Deutschen Bundestages.

Der Nachlass von Gerd Bucerius

Neben dem Vermögen von Gerd Bucerius und seiner Frau Ebelin erbte die ZEIT-Stiftung auch die schriftliche Überlieferung von Ebelin und Gerd Bucerius. Die Stiftung hat den Nachlass konservatorisch erhalten, archivarisch erschlossen und macht ihn für die Wissenschaft und Publizistik unter Wahrung der Persönlichkeitsschutzrechte Dritter zugänglich. Weitere Informationen auf der Seite der ZEIT-Stiftung...