Das Recht der Obduktion – eine tragfähige und praktikable Erkenntnisgrundlage?

6. Herbsttagung/Medizinstrafrechtsabend des Instituts für Medizinrecht in Kooperation mit dem Institut für Rechtsmedizin (UKE)

 

Datum: Mittwoch, 24. November 2021
Zeitraum: 15.15 - 19.30 Uhr, mit anschl. Get-together
Ort: Moot Court, Bucerius Law School & Online (Zoom)

Die Obduktion ist mit der SARS-CoV-2-Pandemie nicht zuletzt durch den „Hamburger Weg“ als wertvolles Erkenntnisinstrument wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein getreten. Gleichwohl bleibt sie eine Methode der Wissensmehrung, die in besondere Weise als eingriffsintensiv wahrgenommen wird und trotz ihres posthumen Charakters grundsätzliche Ängste bei Angehörigen zu schüren scheint.
Die Tagung nimmt die im Zuge des Forschungsprojekts DEFEAT PANDEMIcs im Rahmen des Netzwerks Universitätsmedizin erarbeiteten Erkenntnisse und Überlegungen zum Anlass, dem wenig übersichtlichen Recht der Obduktion in Deutschland nachzugehen. Die Tagung soll das medizinische Erkenntnispotential der Obduktion veranschaulichen und ein erster Schritt sein, die Debatte über das Recht der Obduktion im Grundsätzlichen und für immerhin einige der betroffenen Lebensbereiche zu fördern.
Die Tagung wird in Kooperation mit der medstra, der Fachzeitschrift für Medizinstrafrecht, veranstaltet. Sie firmiert zugleich als Medizinstrafrechtsabend des IMR, der im Mai diesen Jahres noch nicht in Präsenz veranstaltet werden konnte.

Die Tagung findet in Präsenz & Online (Zoom) statt.

Jetzt anmelden

Programm

15.15 Uhr  -  Begrüßung und Einführung 

Professor Dr. iur. Jens Prütting, Institut für Medizinrecht an der Bucerius Law School,
Professor Dr. med. Benjamin Ondruschka, Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Eppendorf (Hamburg) – UKE,
Professor Dr. iur. Karsten Gaede, Institut für Medizinrecht an der Bucerius Law School
 

15.25 Uhr  -  Die Erkenntnispotentiale der Obduktion am Beispiel der Pandemieforschung

Professor Dr. med. Klaus Püschel, Seniorprofessor des UKE, ehem. Leiter des Instituts für Rechtsmedizin des UKE


15.45 Uhr  -  Mildere Mittel und ihre Erkenntnisgrenzen 

Privatdozentin Dr. med. Julia Slotta-Huspenina, Oberärztin Institut für Pathologie, TU München


16.00 Uhr  -  Die klinische Perspektive – von der Todesnachricht zur Obduktion?

Professor Dr. med. Michael Bernhard, MHBA, Ärztlicher Leiter Zentrale Notaufnahme Universitätsklinikum Düsseldorf


16.15 Uhr  -  Nur über meine Leiche – Wurzeln und ethische Bedeutung des verbreiteten Unbehagens gegenüber der Obduktion

Professor Dr. med. Bettina Schöne-Seifert, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Universität Münster


16.35 Uhr  -  Überblick, Grundrechtsschutz und allgemeine juristische Rechtfertigungsmaßstäbe

Professor Dr. iur. Andreas Spickhoff, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Medizinrecht, Ludwig-Maximilians-Universität München


17.00 Uhr  -  Feedback und Diskussion

Leitung: Professor Dr. med. Benjamin Ondruschka, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin des UKE


17.30 Uhr  -  Kaffeepause


18.00 Uhr  -  Obduktionen zugunsten der Strafverfolgung – Anwendungsrealität und Hindernisse 

Professor Dr. med. Jan Sperhake, Institut für Rechtsmedizin, UKE Hamburg


18.15 Uhr  -  Obduktionen zugunsten der Strafverfolgung – zentrale Rechtsfragen 

Privatdozentin Dr. iur. Dorothea Magnus, LL.M., Universität Hamburg


18.30 Uhr  -  Feedback und Diskussion

Leitung: Wissenschaftlicher Mitarbeiter John Heidemann, Bucerius Law School


18.45 Uhr  -  Obduktionen zugunsten des Infektionsschutzes – Erfahrungsberichte und Folgerungen zum IfSG

Professor Dr. iur. Karsten Gaede, Institut für Medizinrecht an der Bucerius Law School


19.10 Uhr  -  Feedback und Diskussion

Leitung: Professor Dr. iur. Karsten Scholz, Leiter Dezernat Recht, Bundesärztekammer, Berlin/Leibniz Universität Hannover
 

19.30 Uhr  -  Get-together in der Rotunde der Bucerius Law School
 

Unser Kooperationspartner

Organisatorische Informationen

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zum Zutritt der Veranstaltung:

  • Nur im Vorfeld angemeldete Gäste dürfen an der Veranstaltung teilnehmen.
  • Nach Maßgabe des 3G-Zugangsmodells wird nur Gästen Eintritt gewährt, die über
    • einen Coronavirus-Impfnachweis,
    • einen Genesenennachweis,
    • einen negativen Antigentest (24 h) oder PCR-Test (48 h) verfügen.
  • Teilnehmer*innen, die grippeähnliche Symptome (z.B. Fieber, Atemprobleme) zeigen, ist der Zutritt untersagt.
  • Zur Kontaktnachverfolgung sind alle Teilnehmer*innen verpflichtet, beim Betreten eine Selbstauskunft zum Coronavirus abzugeben (Luca App). Die persönlichen Daten werden nach 4 Wochen gelöscht bzw. vernichtet.

 

Mediziner*innen, Jurist*innen und interessierte Öffentlichkeit

Die Teilnahme an der medizinrechtlichen Herbsttagung ist unentgeltlich.
Um eine Anmeldung wird bis zum 15. November 2021 gebeten.

Für Rechtsanwält*innen wird eine Teilnahmebescheinigung nach § 15 FAO ausgestellt.
Ein Fortbildungsnachweis wird bei der Ärztekammer Hamburg beantragt.

Allgemeine Informationen: Anreise, Parkplätze & Hotels

Bequeme Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Innerhalb Hamburgs

Fahren Sie mit dem Bus oder mit der U-Bahn U1 bis zum Stephansplatz. Folgen Sie dem Gorch-Fock-Wall bis zur ersten Kreuzung. Dort biegen Sie rechts in die Jungiusstraße. Die Bucerius Law School liegt auf der rechten Seite.

Bahn und Busverbindungen des HVV


Mit der Bahn

Bitte verlassen Sie den Dammtorbahnhof durch den Ausgang Dag-Hammarskjöld-Platz / CCH / Messe. Wenden Sie sich nach links und überqueren sie die Brücke bis zum Tor zu Planten un Blomen auf der rechten Seite. Folgen Sie dem Weg im Park bis zur Bucerius Law School. Bitte beachten Sie, dass der Zugang über die Marseiller Promenade aufgrund von Bauarbeiten bis Ende 2021 nicht möglich ist.


Mit dem Flugzeug

Sie nehmen am Flughafen die Linie S1 und fahren bis zum Hauptbahnhof. Dort steigen Sie am gegenüberliegenden Gleis in die Linie S11, S21 oder S31 ein, um zum Dammtorbahnhof zu fahren. Alternativ können Sie die S1 bis zur Station "Ohlsdorf" fahren. Dort steigen Sie in die U1 und fahren bis zum Stephansplatz (für beide Wege etwa 40 Min. einschließlich der Fußwege einplanen). Eine Taxifahrt vom Flughafen zur Bucerius Law School dauert etwa 30 Min. und kostet ca. 20 €.

Parkplätze

Die Bucerius Law School verfügt über keinen öffentlichen Parkplatz. Öffentliche Parkhäuser finden Sie in unmittelbarer Nähe. Es stehen zahlreiche Parkplätze im Parkhaus Messe-Ost zur Verfügung.

Folgende Hotels finden Sie in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bucerius Law School:

InterCityHotel Hamburg Dammtor-Messe
St. Petersburger Straße 1
20355 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 6000140
Internet

Radisson Blu Hotel
Marseiller Str. 2
20355 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 35020
Internet

Scandic Hotel Emporio Hamburg
Dammtorwall 19
20355 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 4321870
Internet

Side Design Hotel Hamburg
Drehbahn 49
20354 Hamburg
Telefon:+49 (0)40 309990
Internet

Elysée Hotel AG Hamburg
Rothenbaumchaussee 10
20148 Hamburg
Telefon:+49 (0)40 414120
Internet

Hotel Atlantic Kempinski Hamburg
An der Alster 72 - 79
20099 Hamburg
Telefon:+49 (0)40 28880
Internet

Kontakt

Inhaltliche Leitung

Institut für Medizinrecht
Bucerius Law School - Hochschule für Rechtswissenschaften
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg

Prof. Dr. iur. Karsten Gaede
Prof. Dr. iur. Jens Prütting, LL.M. oec.

Tel. 040 - 3 07 06 - 151 / - 240
medizinrecht(at)law-school.de

Organisation

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Bucerius Education GmbH
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg


Miriam Jobst 
Tel. 040 - 3 07 06 - 217 
events(at)law-school.de

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