News

22.05.2015

15 Jahre Bucerius Law School - Senatsempfang im Hamburger Rathaus

Hamburgs Erster Bürgermeister gratuliert.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat bei einem Senatsempfang am 19. Mai anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Bucerius Law School die dortige Ausbildung als "ideal" bezeichnet. Die Bucerius Law School biete "eine der besten Juristenausbildungen" und sei "sehr gut für Hamburg", so Scholz. Der Erste Bürgermeister dankte der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius für ihren Mut, im Jahr 2000 die Bucerius Law School zu gründen "und zu finanzieren": "Sie haben eine großartige Hochschule geschaffen. Vielen Dank!", so Scholz vor 140 geladenen Gästen im Kaisersaal des Hamburger Rathauses.

Professor Dr. Karsten Thorn, kommissarischer Präsident der Bucerius Law School, gab den Dank des Bürgermeisters weiter an die Freunde und Förderer der Hochschule für ihre Unterstützung sowie an die Studierenden und deren Familien für ihr Vertrauen. "Wir werden alles tun, um diesem Vertrauen gerecht zu werden", versprach Thorn, dessen Hochschule in 15 Jahren in allen Programmen über 2.800 Alumni hervorgebracht hat; die rund 1.000 Alumni des Jurastudiums zu 81 Prozent mit Prädikatsexamen. Die Bucerius Law School lebe vom Standort Hamburg, so Thorn, stärke diesen aber auch als Wissenschaftsstandort, als Faktor für die Ansiedlung von Kanzleien und u.a. auch durch die Einrichtung der Law Clinic in Kooperation mit der Diakonie.

An die "Zeugung" der Bucerius Law School am 6. März 1997 im Amtszimmer des Bürgermeisters erinnerte Professor Dr. Michael Göring, Vorsitzender des Vorstands ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Damals seien neben anderen auch Marion Gräfin Dönhoff, Helmut Schmidt und – "auf der Wolke" – auch Gerd Bucerius dabei gewesen. Die Bucerius Law School habe also "viele Väter und Mütter", so Göring. Ihre Gründung sei auf Dr. Klaus Asche , Vorstand der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, zurückzuführen, der nach Vorschlag des damaligen Bürgermeisters Voscherau, die Idee einer privaten Law School nach US-amerikanischem Vorbild formuliert habe. Dieser Idee hätten – nach zahlreichen Gesprächen mit den damals politisch Verantwortlichen in Hamburg, viel Überzeugungsarbeit und einem Business-Plan von Roland Berger – auch Gräfin Dönhoff und Helmut Schmidt "ihren Segen gegeben", erinnerte sich Göring. "Wo privat draufsteht, muss auch privat drin sein. Wir nehmen kein Geld vom Staat!" und "Nicht nur für Begüterte!", zitierte Göring Helmut Schmidts Worte, die bis heute Bestand haben.

Am Tag des 109. Geburtstages von Gerd Bucerius (19. Mai 1906 bis 29. September 1995) und nach 15 Jahren Bucerius Law School hoffe er, dass "der unruhige auf Gemeinwohl zielende Geist von Gerd Bucerius" die Studierenden auch weiterhin leite. Für die Zukunft könne er sich vorstellen, dass die Hochschule weiter wachse und um eine zweite Fakultät mit den Fächern Economics, Politics & Law ergänzt würde. "Tun wir, was wir für richtig halten!", forderte Göring die Verantwortlichen auf. Mit seinem Dank für die Unterstützung in der Stadt Hamburg, an den Präsidenten und die Geschäftsführung, die Studierenden sowie deren Eltern und Großeltern schloss Göring seine Rede.
Für die musikalische Begleitung des Senatsempfangs sorgte das Saxophon-Quartett der Bucerius Law School (Sarah Weiler, Ingmar Krohm, Jacob Hinze und Norbert Beck). Im Anschluss an die Ansprachen fand im Rathaus ein Empfang statt.

Barbara Gauer, freie Journalistin