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26.10.2017

3. Bucerius Energy Law Day: Verkehrssektor in der Energiewende (mit Video)

Die Initiative on Energy Law and Policy beleuchtet die Perspektiven der Elektromobilität

Am 11. Oktober 2017 fand an der Bucerius Law School der 3. Bucerius Energy Law Day statt. Diskutiert wurden die rechtlichen Perspektiven und Herausforderungen bei der Etablierung der Elektromobilität auf deutschen Straßen. Zugleich markierte der Energy Law Day den Auftakt eines mehrjährigen Forschungsprojekts der Initiative on Energy Law and Policy zu „Rechtsproblemen der Elektromobilität“.

Nach der Begrüßung durch Dr. Werner Schnappauf und Professor Dr. Michael Fehling betonte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, die Umwälzungen, welche die „Verkehrswende“ mit sich brächte. Dabei ginge es nicht nur um eine sukzessive Zurückdrängung von Verbrennungsmotoren, sondern auch um die Digitalisierung und Vernetzung von Automobil- und Stromsektor und den Ausbau der Infrastruktur. Dort setzte Professor Markus Ludwigs, Universität Würzburg, an, der Näheres insbesondere zur rechtlichen Einordnung der öffentlichen Stromladeinfrastruktur nach dem EnWG ausführte.

Es schloss sich eine von Dr. Kai Pritzsche, Rechtsanwalt bei Linklaters, moderierte Paneldiskussion zu unterschiedlichen neuen Geschäftsmodellen an. Es diskutierten Michael Lohmeier (Deutsche Post), Kerstin Meerwaldt (BMW Group), Philipp Sindberg (Ubitricity) und Dr. Oliver Weinmann (Vattenfall). Die Panelisten waren sich – trotz unterschiedlicher Perspektiven – darüber einig, dass die E-Mobilität „marktreif“ sei und für verschiedene Kundengruppen passende Angebote bereithielte. Bei allen Diskussionen um batteriebetriebene Fahrzeuge dürfe man aber nicht die Möglichkeiten vergessen, welche in alternativen Antriebsarten wie der Wasserstoffzellen-Technik liegen.

Im anschließenden „Internationalen Panel“ verglichen Professor Dr. Martin Wickel, Hafen City University, Professor Joel Eisen, University Of Richmond und Christian Jordal, EFTA Surveilance Authority, die Rechtslage in Deutschland, den USA und Norwegen. In allen Fällen sei die staatliche Förderung, sowohl beim Erwerb von E-PKWs, als auch bei Bereitstellung der Lade- und Netzinfrastruktur, für den Ausbau der Elektromobilität unerlässlich.

Die Tagung endete mit angeregten Diskussionen bei Wein und Brezeln.

Text: Philipp Overkamp, Wissenschaftlicher Mitarbeiter; Fotos: Ronald Frommann