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24.10.2019

3. Bucerius Forum | Der Kampf um die Arbeitszeit – Stechuhr für Alle?

Home-Office, berufliche Anrufe auch am Wochenende, WhatsApp-Nachrichten nach Dienstschluss… In der modernen Arbeitswelt ist es immer schwieriger, die Arbeitszeit zu erfassen. Örtlich wie zeitlich lässt sich Arbeit in vielen Berufen flexibler gestalten als zu Zeiten, in denen nine-to-five im Betrieb gearbeitet und danach "ausgestempelt" wurde. Seit diesem Sommer verlangt der EuGH in einer spektakulären Entscheidung entgegen der bisherigen nationalen Rechtslage zudem eine Erfassung der gesamten Arbeitszeit und die Einrichtung transparenter Systeme zur Zeiterfassung. Der Luxemburger Spruch wirft nicht nur für die Praxis komplizierte Umsetzungsfragen auf, sondern ist zugleich ein weiteres Beispiel für die weitreichende Auslegung von Unionsrecht durch den EuGH und die Friktionen, die sich daraus für das nationale Recht ergeben. Er ist deshalb auch ein Lehrstück für das Verhältnis von Unionsrecht zu nationalem Recht und drängt sich als Gegenstand des 3. Bucerius Forum geradezu auf. Nach einer allgemeinen Einordnung des Urteils in die aktuelle Diskussion um die Reform des Arbeitszeitrechts wird die Entscheidung vorgestellt und anschließend untersucht, welche Konsequenzen daraus für den Gesetzgeber, die nationalen Gerichte und die betriebliche Praxis zu ziehen sind. Es wird anschließend genügend Zeit für Diskussion geben.

Zum Forum sind alle Studierenden, Alumni, Freunde und Förderer der Bucerius Law School eingeladen.

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