Arbeitsrecht gegen Strafrecht – 7. Auflage

Arbeitsrecht gewinnt nach umkämpfter Partie erst im Neun-Meter-Schießen mit 6:5 gegen Strafrecht.

Forschung & Fakultät |

Zum nunmehr 7. Mal sollte am vergangenen Montag, den 03. Juli 2023, die Frage beantwortet werden: Arbeitsrecht oder Strafrecht – Wer stellt das bessere Fußballteam? Zu diesem Anlass trafen sich die Teams (bestehend aus Lehrstuhlmitarbeiter:innen und Teilnehmer:innen der aktuellen Schwerpunkte) um Prof. Matthias Jacobs (Arbeitsrecht) und Prof. Thomas Rönnau, Prof. Karsten Gaede und Prof. Paul Krell (Strafrecht) auf dem Kunstrasenplatz vom Eimsbütteler Turnverband e.V. an der Bundesstraße 103 und lieferten sich einen bis zur letzten Minute und sogar darüber hinaus spannenden Kampf.

 

Hitziges Derby angepeitscht von zahlreichen Fans

Das altehrwürdige Derby, das über 3 x 25 Minuten ausgetragen wurde, zeigte den zahlreich angereisten Zuschauer:innen schon im ersten Drittel, was sie in diesem Match erwarten würde – absoluter Wille, Zweikämpfe und unzählige ungenutzte Großchancen. Demnach war es keine Überraschung, dass die Teams nach 25 Minuten torlos auseinandergingen. Nach Wiederanpfiff ging es jedoch schnell. Bereits nach wenigen Minuten gelang dem PR III-Team die bis hierhin verdiente Führung.

Allerdings war dieser Rückstand für die Strafrechtler:innen ein Weckruf. Angriff für Angriff wurde das Arbeitsrechts-Team weiter in die eigene Hälfte gedrängt, bis schließlich ein unglückliches Eigentor den Ausgleich brachte. Erneut ging es daher mit einem Unentschieden in die Pause. Dieses Spiel auf dem wohl bislang höchsten sportlichen Niveau seit Beginn dieses Derbys hatte auch seine hitzigen Phasen, die jedoch dank des souveränen Schiedsrichters Sandro Birkenhof, der mittlerweile zum festen Bestandteil dieser Partie gehört, stets im Keim erstickt wurden.

Das letzte Drittel ging sodann dort weiter, wo das zweite aufgehört hatte. Die Strafrechtler:innen bewiesen Ruhe, hatten auch ohne viel Ballbesitz alles unter Kontrolle, konterten in der Folge souverän und drehten das Spiel zu ihren Gunsten. 2:1. Die Partie schien bereits entschieden, doch die Arbeitsrechtler:innen bäumten sich noch ein letztes Mal auf und drängten mit allen Spieler:innen (inkl. Torhüter) in der gegnerischen Hälfte auf den Ausgleich. Dann wurde es kurios. In der vorletzten Minute der Spielzeit versuchte die Abwehr der Strafrechtler:innen, einen Ball zu klären, und schoss dabei den Kopf eines Stürmers der Arbeitsrechtler:innen an, von dem der Ball haargenau über den Torhüter hinweg ins Tor fiel.

Sowas nennt man Slapstick-Tor. Es ging somit in einem Spiel, das keinen Sieger verdient hatte, ins Neun-Meter-Schießen – zum ersten Mal, seit es zu diesem Aufeinandertreffen kommt. Das Neun-Meter-Schießen endete so wie es kommen musste. Mit dem letzten Schuss. Dieser lag zur Freude der Arbeitsrechtler:innen beim PR III-Team und führte schließlich zum Sieg mit einem Ergebnis für die Geschichtsbücher: 6:5 n.E.

 

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Während des Spiels getrennt, aber spätestens mit Abpfiff wieder vereint ging es nach dem Spiel auf dem Campus bei Kaltgetränken und Grillgut in das verdiente „vierte Drittel“. Ein denkwürdiges Spiel, ein unglaublich schöner Tag und eine durch den sportlichen Wettbewerb gestärkte Bindung der verschiedenen Fachbereiche bleibt das wichtigere Ergebnis, das in den Köpfen aller Teilnehmer:innen bleibt. Die Planungen für die Partie 2024 sind selbstverständlich bereits in vollem Gange.

 

Autor*in

Niklas Wilde

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