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14.11.2018

„Begegnungen und Erfahrungen, die den Jura-Alltag bereichern“

Verleihung des ersten Kompetenzpasses in Interkulturalität

Internationalität ist seit Gründung der Hochschule ein Thema, welches mehr denn je an Relevanz gewinnt. Studierende der Bucerius Law School durchlaufen eine international ausgerichtete Ausbildung, in der sie durch zahlreiche Angebote ihre interkulturellen und globalen Kompetenzen ausbauen können. Um besonderes Engagement im interkulturellen Kontext zu würdigen, wurde im Jahr 2016 vom Zentrum für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung (ZSP) gemeinsam mit dem International Office der Kompetenzpass für Interkulturalität ins Leben gerufen. Lena Tuckermann (Jahrgang 2015) wurde vor Kurzem das Zertifikat verliehen.

Dr. Ulrike Pluschke (ZSP), Lena Tuckermann, Kasia Kwietniewska (International Office)

Gratulation, Frau Tuckermann, Sie sind die erste Studierende, die den Kompetenzpass in Interkulturalität erworben hat! Für viele Kommilitonen sind Sie somit „Vorreiterin“. Wann und warum haben Sie sich dazu entschlossen, sich für den Kompetenzpass zu qualifizieren?

Zum ersten Mal habe ich vom Kompetenzpass erfahren, als ich mich für den Workshop „Interkulturelle Kompetenz“ im Rahmen des Studium generale angemeldet habe. Daraufhin habe ich mich näher mit den Voraussetzungen zum Erwerb auseinandergesetzt: Studierende der Bucerius Law School erfüllen mit Wahlkursen, Auslandsstudium und ggf. Praktikum bereits automatisch einen Großteil der Anforderungen. Außerdem wird der Erwerb von interkulturellen Erfahrungen in Bereichen gefordert, für die ich ohnehin großes Interesse hege. Daher war mir gleich klar, dass ich dieses Zertifikat erwerben möchte. Ich freue mich über jede Möglichkeit mit internationalen und kulturell vielfältigen Themen zu tun zu haben.

Was bedeutet interkulturelle Kompetenz konkret für Sie?

Interkulturelle Kompetenz ist für mich die Fähigkeit, sich in verschiedenen Kulturen sicher zu bewegen und ihre Besonderheiten in der Kommunikation respektvoll zu berücksichtigen, ohne sie zwangsläufig vollständig anzunehmen. Für mich ist interkulturelle Kompetenz äußerst relevant, weil ich später gerne in einem internationalen Umfeld arbeiten möchte. Die im Workshop vermittelten Kommunikationsstrategien und meine im In- und Ausland erworbenen Kenntnisse ermöglichen mir einen souveränen Umgang mit kulturellen Differenzen in einem professionellen Umfeld.

Inwieweit bereichert die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Sprachen und Menschen Ihr Leben hier in Deutschland?

Mich fasziniert vor allem die Vielfalt und Vielseitigkeit von Sprachen und Weltansichten. Jede Sprache ist eine neue Herausforderung und ermöglicht eine veränderte Wahrnehmung der Kultur und ihrer Besonderheiten. Besonders die Kommunikation mit anderen in deren Landessprache bringt mir sehr viel Spaß und ist eine große Bereicherung im Alltag. Dies habe ich nicht nur während meines Auslandstrimesters in Rom festgestellt, sondern auch hier in Deutschland bei der Unterstützung von We.Inform, wo ich meine jüngst erworbenen Arabischkenntnisse anwenden konnte, oder im Buddy Program des International Office.

Gibt es etwas, was Sie Ihren Kommilitonen mitteilen möchten?

Ich kann den Kompetenzpass nur empfehlen. Nicht nur aufgrund des Zertifikats an sich, sondern auch aufgrund des Anforderungsprofils. Das Lernen einer Sprache oder das Engagement in einem internationalen Umfeld bringt vielseitige, wertvolle Begegnungen und Erfahrungen mit sich, die den Jura-Alltag bereichern können.

Lena Johannes, Program Manager Clifford Chance International Office