News

26.04.2017

Bewerbungslotse: Studiengebühren und Studiengebührenfinanzierung

Wir wissen, dass das Thema Studiengebühren eine hohe Bewerbungshürde sein kann. Deshalb hier nochmal die häufigsten Fragen zu diesem Thema.

Grundsätzlich ist das Thema Studiengebühren an der Bucerius Law School von zwei Maximen bestimmt:

  1. Die Studierenden sollen sich mit den Studiengebühren an den Kosten für ihre erstklassige Ausbildung beteiligen. Warum? Die Antwort findest du gleich am Anfang der folgenden Fragen.
  2. Niemand soll aufgrund fehlender finanzieller Möglichkeiten von der großen Chance abgehalten werden, an der Bucerius Law School zu studieren. Es werden daher mehrere Finanzierungsmöglichkeiten für die Studiengebühren angeboten. Das ist übrigens kein theoretisches Wünschen, sondern gelebte Wirklichkeit: Über die Hälfte der Studierenden der Bucerius Law School nutzen eine dieser Finanzierungsmöglichkeiten. Mehr dazu ebenfalls unten.


Warum überhaupt Studiengebühren?

Die Bucerius Law School verzichtet als private Hochschule bewusst vollständig auf öffentliche Mittel. Die Hochschule wird also zu 100 Prozent privat finanziert. Den größten Teil dieser privaten Finanzierung übernimmt die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius (das finanzielle Fundament), es gibt Förderer, die die Hochschule finanziell unterstützen, und die Hochschule hat durch eigene wirtschaftliche Aktivitäten eigene Einnahmen. Zusammen mache diese drei Posten ca. 71 Prozent aus. Der Rest wird durch Studiengebühren gedeckt.


Sind die Studiengebühren kostendeckend?

Nein, vgl. die vorherige Antwort. Wären die Studiengebühren kostendeckend, würden sie bei ca. 165.000 Euro liegen. Das heißt aber auch, dass man für jeden Euro, den man (direkt oder über ein Finanzierungsmodell) an Studiengebühren bezahlt (48.000 Euro für alle Trimester), fast zweieinhalb Euro dazubekommt. Diese zweieinhalb Euro (oder insgesamt 117.000 Euro) kommen von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, von Förderern der Hochschule und von der Hochschule selbst. Und das Beste daran: Diese 117.000 Euro will niemand wiederhaben, sie sind also geschenkt!


Wie auch immer die 48.000 Euro Studiengebühren zustandekommen
– das ist trotzdem verdammt viel Geld!

Richtig, keine Frage. Das ist der Grund, warum wir Finanzierungsmöglichkeiten für die Studiengebühren anbieten. Niemand soll aufgrund fehlender finanzieller Mittel daran gehindert werden, an der Bucerius Law School zu studieren. Von diesem Grundsatz ist übrigens auch das Auswahlverfahren geprägt. Die Frage, ob und/oder wie du die Studiengebühren bezahlst oder finanziert, spielt beim Auswahlverfahren überhaupt keine Rolle. Wenn du erfolgreich im Auswahlverfahren bist, bekommst du ein Studienplatzangebot, unabhängig davon, ob du die Studiengebühren selbst bezahlen kannst. Hier findest du mehr Informationen zu den Finanzierungsmodellen...


Sind die 48.000 Euro Studiengebühren auf einmal zu zahlen?

Nein, die Studiengebühren werden auf 12 Trimester verteilt, das optionale 13. Trimester ist sogar gebührenfrei. Das heißt also, für jedes Trimester werden 4.000 Euro Studiengebühren erhoben.


Ich interessiere mich für den Umgekehrten Generationenvertrag. So recht kann ich mir die Rückzahlungszeit nach dem Studium (10 Jahre 2 Prozent des Bruttoeinkommens) nicht konkret vorstellen. Gibt es Beispiele?

Ja, folgende (fiktive) Beispiele zum besseren Verständnis:

Beispielfall 1: Du erhältst als Syndikus in einem mittelständischen Unternehmen ein Einstiegsgehalt von 70.000 Euro brutto/Jahr. Setzt man eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 2 Prozent/Jahr an, würdest du in zehn Jahren rund 69.000 Euro zahlen.

Beispielfall 2: Du steigst als Anwalt in einer großen Wirtschaftskanzlei ein und erhältst ein Einstiegsgehalt von 90.000 Euro brutto/Jahr. Setzt man eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 2 Prozent/Jahr an, würdest du in zehn Jahren rund 89.000 Euro zahlen.

Beispielfall 3: Du steigst als höherer Verwaltungsbeamter bei einer Behörde ein und erhältst eine Einstiegsbesoldung von ca. 50.000 Euro brutto/Jahr. Setzt man eine Soldsteigerung von 2 Prozent/Jahr an, würdest du in zehn Jahren etwa 49.000 Euro zahlen.


Was passiert, wenn ich mich für einen Studienabbruch entscheide?

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass du das Studium abbrichst, sind natürlich nur die Studiengebühren bis zu deinem Studienabbruch zu zahlen.


Was ist denn an dem Studium an der Bucerius Law School so viel anders als an anderen Hochschulen, an denen ich keine Studiengebühren bezahlen muss?

Jura kannst du auch an über 40 anderen juristischen Fakultäten in Deutschland studieren, ohne Studiengebühren zu zahlen, das ist richtig. Du kannst aber nirgendwo so studieren, wie an der Bucerius Law School. Das Jurastudium an der Bucerius Law School ist anders auf mehreren Ebenen:

  • Das Jurastudium: Mit "Jura Plus" bekommst du ein weit über Jura hinausgehendes, einmaliges Ausbildungsprofil, das dich auch als Persönlichkeit weiterbringt – und das auf dem Rechtsmarkt nachgefragt ist. Mehr zu Jura Plus...
  • Die Rahmenbedingungen: Ein wesentlich besseres Betreuungsverhältnis (1:25, bundesweit 1:60), eine hohe Zufriedenheit unter den Studierenden (94 Prozent, bundesweit 59 Prozent), eine sehr gute Ausstattung sowie ein grüner Campus zentral in Hamburg. Mehr zu den Rahmenbedingungen...
  • Die Kommilitoninnen und Kommilitonen: Alle Studierenden an der Bucerius Law School haben das Auswahlverfahren bestanden; jeder kann und vor allem will Jura studieren. Du studierst also in einer Gruppe von hochmotivierten, inspirierenden Mitstudierenden, die zudem aus ganz unterschiedlichen Hintergründen kommen. Mehr zum inspirierenden Campusleben...
  • Das Netzwerk: Die Bucerius Law School verfügt über ein einmaliges Netzwerk an Freunden und Förderern, Partnerhochschulen und mittlerweile über 1.500 Alumni, die ehemaligen Studierenden der Hochschule. Mehr zum Thema Netzwerk...
  • Die Erfolgsaussichten: Studierende der Bucerius Law School brechen wesentlich seltener das Studium ab, und sie erreichen aller Wahrscheinichkeit nach sehr gute Examensergebnisse. 80 Prozent der Bucerius-Studierenden machen ein Prädikatsexemen (im Vergleich zu etwa 33 Prozent bundesweit). Mehr zum Thema Examensergebnisse...


Ist die Bucerius Law School aufgrund der hohen Studiengebühren nicht sehr versnobt?

Nein, da mit 53 Prozent der größte Teil der Studierenden der Bucerius Law School die Studiengebühren finanziert, ist die Zusammensetzung der Studierendenschaft sehr heterogen. Ob und wie man die Studiengebühren finanziert, spielt auf dem Campus keine Rolle. Aufgrund des besonderen Programms, das die Bucerius Law School bietet, ist die Studierendenschaft sogar heterogener als an anderen juristischen Fakultäten.


Hast du weitere Fragen zum Thema Studiengebühren? Schreib eine Nachricht an jurastudium(at)law-school.de


Jetzt bewerben für das Jurastudium...