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25.01.2019

Ehrenpräsidentschaft für Karsten Schmidt

Anlässlich seines 80. Geburtstages hat die Bucerius Law School dem Juristen Professor Dr. Dr. h.c. mult. Karsten Schmidt am 24. Januar die Ehrenpräsidentschaft der Hochschule verliehen.

Schmidt war von 2004 bis 2012 selbst Präsident der Bucerius Law School, an der er noch heute einen Lehrstuhl für Unternehmensrecht innehat. Schmidt gilt als einer der bedeutendsten Unternehmensrechtler in Deutschland. Seine Kommentare zum Handelsgesetzbuch und zum Aktiengesetz sind Standardwerke. 

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Katharina Boele-Woelki, Präsidentin der Bucerius Law School: „Es ist uns eine große Freude, Karsten Schmidt mit der Ehrenpräsidentschaft der Bucerius Law School auszuzeichnen. Seine Vitalität, seine Schaffenskraft und seine Liebenswürdigkeit sind uns allen ein leuchtendes Vorbild.“

Professor Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius: „Karsten Schmidt hat als Mitglied des Vorstands und des Kuratoriums der ZEIT-Stiftung Planung und Aufbau der Bucerius Law School maßgeblich mitgestaltet. Er hat die Hochschule über acht Jahre als Präsident geleitet und ist seit bald 15 Jahren als Professor an ihr tätig. Als Rechtswissenschaftler genießt Professor Schmidt seit 50 (!) Jahren in Forschung und Lehre höchste Reputation. Die Ehrenpräsidentschaft würdigt die Verdienste dieses außergewöhnlichen Wissenschaftlers und Lehrers.“

Karsten Schmidt wurde 1939 in Oschersleben geboren. 1965 legte er nach seinem Jurastudium in Kiel und München das Erste Staatsexamen beim Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig ab. 1969 folgte am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg das Zweite Staatsexamen. Schmidt wurde 1972 mit einer gesellschaftsrechtlichen Arbeit an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promoviert, wo er sich 1975/76 für die Fächer Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Wirtschaftsrecht und Zivilprozessrecht auch habilitierte.

Nach einer Professur in Göttingen war Schmidt von 1977 bis 1997 Professor an der Universität Hamburg und Direktor des Seminars für Handels-, Schifffahrts- und Wirtschaftsrecht. Seit 1997 war Karsten Schmidt Professor an der Universität Bonn und Direktor des Instituts für Handels- und Wirtschaftsrecht (emeritiert 2004).

Bis zur Gründung der Akademie der Wissenschaften in Hamburg war Schmidt Mitglied der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften, Hamburg, und ist seit 2005 entpflichtetes ordentliches Mitglied der Akademie. Seit 2018 ist er Vorstandsmitglied der Joachim-Jungius-Stiftung der Wissenschaften zu Hamburg. Er ist Mitglied der Academia Scientiarum et Artium Europaea, Salzburg, außerdem Honorary Fellow des Institute for Advanced Legal Studies, London, korrespondierendes Mitglied der Academia Nacional de Derecho y Ciencias Sociales de Cordoba, Argentinien, sowie Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Forschungsinstituts für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb (FIW), Köln. Von 1987 bis 1999 war Karsten Schmidt stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender der Zivilrechtslehrervereinigung, von 1988 bis 1996 Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Außerdem war er Mitglied des Vorstands und des Kuratoriums der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Hamburg (1987-2014), sowie Vizepräsident des Übersee-Clubs, Hamburg (1992-2013).

Er ist Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift für das gesamte Handels- und Wirtschaftsrecht (ZHR), Mitherausgeber der Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (ZIP) sowie Mitglied des Editorial Board des International and Comparative Corporate Law Journal (ICCLJ). Er ist Verfasser von Lehrbüchern (Handelsrecht, Gesellschaftsrecht), Kommentaren und zahlreichen Aufsatzveröffentlichungen.

Karsten Schmidt ist Ehrendoktor der Universitäten Athen und Wien (2002, Dr. iur. h.c.) sowie der Leuphana (2012 Dr. rer. pol. h.c.) und Träger des vom Hamburgischen Anwaltverein vergebenen Emil-von-Sauer-Preises 2005, des Dr.-Günther-Buch-Preises 2009 der Buch-Gedächtnisstiftung Hamburg sowie des Heymanns Award 2015. 2006 wurde ihm vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen. Er ist u. a. auch in Spanien, Griechenland, Argentinien, der Türkei und China aktiv.