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04.06.2019

Christian G. H. Riedel legt Arbeit über die Grundrechtsprechung des EuGH vor

Christian G. H. Riedel schließt Promotionsverfahren ab

Christian G. H. Riedel und Professor Dr. Mehrdad Payandeh

Am 6. Mai 2019 schloss Christian G. H. Riedel sein Promotionsverfahren erfolgreich ab.

Seine Dissertationsschrift beschäftigt sich mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Charta der Grundrechte der Europäischen Union aus drei verschiedenen Perspektiven: In einem ersten Schritt werden sämtliche Entscheidungen des Gerichtshofs, in denen dieser die Charta zitiert, systematisiert und in Fallgruppen einsortiert. Jene Entscheidungen, in denen der EuGH eine Grundrechtsprüfung anhand der Charta vornimmt, werden anschließend dogmatisch analysiert, wobei der Maßstab für diese Analyse aus der Charta selbst und insbesondere aus Art. 52 Abs. 1 entwickelt wird. Die in diesem Schritt aufgezeigten Divergenzen in der Dogmatik der Grundrechtsprechung des EuGH werden in einem letzten Schritt mit dem Kontext, in dem die Entscheidungen stehen, erklärt.

Abgeschlossen wurde das Promotionsverfahren nunmehr mit einem Vortrag zu der Frage, ob das Grundgesetz die Einführung einer "EU-Armee" erlaubt. Dies beurteilte Riedel vor allem anhand der Art. 23, Art. 24 sowie Art. 79 Abs. 3 GG und der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.

Die dabei aufgeworfenen Thesen wurde mit den Professoren Dr. Matthias Jacobs, Dr. Jörn Kämmerer und Dr. Mehrdad Payandeh im Anschluss angeregt diskutiert.

Riedel studierte an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und promovierte bei Payandeh in Hamburg, Düsseldorf und Luxemburg.

Foto: Christoph Saake