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29.12.2016

Dissertation abgeschlossen

Juan Carlos Dastis, LL.M. (Cambridge) legt Arbeit zum Rücktrittsrecht des Käufers im Europäischen Privatrecht vor.

Die europäische Privatrechtsvereinheitlichung ist eine der bedeutendsten juristischen Entwicklungen der Gegenwart. Das Kaufrecht und die Rechtsbehelfe bei Vertragsstörungen, darunter auch das Rücktrittsrecht, sind seit jeher Teil dieser Entwicklung. In seiner Arbeit untersucht Dastis das Rücktrittsrecht in historisch-vergleichender Perspektive. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der rechtsvergleichenden Untersuchung des Rücktrittsrechts in den Rechtsordnungen Englands, Deutschlands und Frankreichs. Untersucht werden auch die bereits vorhandenen (europäischen) Modellregelungen CISG, PECL, PICC, DCFR und das im Oktober 2011 erschienene CESL. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Rücktrittsrechts de lege ferenda. Ziel der Arbeit war es, die Erkenntnisse, die im Lauf der Untersuchung gewonnen werden, derart aufzubereiten, dass sie bei Reformen nationaler und europäischer Rücktrittsrechte genutzt werden können. Auf diesem Weg leistet die Arbeit einen Beitrag zu einer „organischen“ Harmonisierung des Europäischen Privatrechts.

Der Vortrag im Rahmen der mündlichen Prüfung vom 15. Dezember 2016 trug den Titel „Ethischer Konsum und Privatrecht“. Darin untersuchte Dastis die rechtliche Behandlung ethischer Standards am Beispiel eines Fairtrade-Siegels. Ethische Standards wirken sich oftmals nicht auf die Qualität des Produkts aus. Die damit einhergehenden Fragen bildeten den Gegenstand des ersten Teils des Vortrags. Im zweiten Teil wurde der Frage nachgegangen, ob Vertragsrecht einen Beitrag zur Einhaltung ethischer Standards leisten soll.