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27.07.2016

Dissertation Abgeschlossen

Anika Klafki legt Arbeit zu "Risiko und Recht" vor

Professor Dr. Hermann Pünder, LL.M. (Iowa) und Ass. iur. Anika Klafki, LL.B. (Bucerius)

Am 18. Juli 2016 hat Anika Klafki ihr Promotionsverfahren mit einem Vortrag zum Thema „Politikverflechtung im modernen Bundesstaat – Interföderale Rechtsharmonisierung in Deutschland und den USA” erfolgreich abgeschlossen. Ihre Dissertationsschrift „Risiko und Recht. Risiken und Katastrophen im Spannungsfeld von Effektivität, demokratischer Legitimation und rechtsstaatlichen Grundsätzen am Beispiel von Pandemien” wurde von Prof. Dr. Hermann Pünder betreut.

In ihrer Arbeit befasst sich Anika Klafki mit zukünftigen Schadensereignissen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Folgenschwere ungewiss sind. Daraus ergeben sich besondere Herausforderungen an das Recht. Anhand der Bewertungsparameter Effektivität, demokratische Legitimation und rechtsstaatliche Grundsätze entwickelt Anika Klafki konkrete Maßgaben für die Risikoregulierung im Mehrebenensystem. Dabei tritt sie sowohl technokratischen Ansätzen, die externen Sachverständigen die Regelungsaufgabe überlassen wollen, als auch autokratischen Bestrebungen, die im Angesicht von Katastrophen exekutive Stellen weiträumig ermächtigen möchten, entgegen. Anhand von Pandemien als dynamischen Katastrophen zeigt sie, dass der rechtswissenschaftliche Fokus auf die Risikoprävention zu eng ist. Vielmehr müssen auch die Katastrophenvorbereitung und -bekämpfung sowie die Risiko- und Katastrophenkommunikation regulativ mitbedacht werden, um ein zeitgemäßes Sicherheitsrecht zu gewährleisten.

Anika Klafki studierte Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School und der University of Queensland (Australien). Anschließend absolvierte sie ihr Referendariat in Hamburg, Istanbul und Marseille. Seitdem ist sie am Lehrstuhl von Prof. Pünder tätig. Ab August 2016 wird sie dort als wissenschaftliche Assistentin an ihrer Habilitation arbeiten.

Foto: Benjamin Behr