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12.02.2016

Droht die Globalisierung zu scheitern?

Diskussion über Chancen und Risiken der Globalisierung.

Am 27. Januar 2016 fand eine lebhafte Debatte zu den Chancen und Gefahren der fortschreitenden Globalisierung aller Lebensbereiche statt. Professor Dres. h. c. Manfred Lahnstein, ehemaliger Finanzminister und Unternehmensberater, stellte unter dem Titel „De-Globalisierung: Droht uns ein Krebsgang?“ seine Thesen bezüglich der weiteren Entwicklung der weltweiten Vernetzung und Abhängigkeit vor.

Nach einer Vorstellung durch Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer der Bucerius Law School, leitete Lahnstein seinen Vortrag mit der Feststellung ein, dass Deutschland nicht nur Teil der ökonomisch verflochtenen Welt sei wie viele andere Länder auch, sondern dass es tatsächlich stärker in diesem Geflecht verwurzelt sei als jedes andere vergleichbare Land. Die fortschreitende Globalisierung biete uns und allen anderen Ländern individuell die Chance auf mehr Wohlstand und kollektiv auf mehr Wohlfahrt.

Allerdings sieht Lahnstein unabwägbare Gefahren in der schnellen Entwicklung unternehmerischer Handlungsfreiheit und neuer Technologien, da sich Strukturen und Politik nicht im gleichen Tempo verändern. Zudem entspreche die derzeitige politische Integration von aufstrebenden Ländern wie zum Beispiel Indien nicht den tatsächlichen Verhältnissen.

Lahnstein forderte insofern grundlegende Reformen bei UNO, IWF und Weltbank. Die USA und Europa sollten zudem anderen Ländern mehr Chancen geben, sich stärker zu engagieren und mehr Macht und Verantwortung zu übernehmen.

Franziska Mauritz, Studentin