News

19.10.2016

Elevator Speech Training bei der Boston Consulting Group

Angehende Juristen üben, sich kurz zu fassen

Diskussion einer Elevator Speech, v. l. n. r. York-Philipp Gräf, Immanuel Vorbach, Caroline Schreiber

Kurze und knackige Vorträge mit griffiger Kernbotschaft sind die Essenz einer Elevator Speech, zählen allerdings nicht zu den stereotypischen Stärken des Juristen. Um ausgewählten Studierenden der Bucerius Law School die Chance zu geben, diesem Klischee entgegenzuwirken, hatte die Boston Consulting Group im Rahmen des Studium Professionale am 13. Oktober zu einem Workshop hierzu in ihre Büros im siebten Stock des Chilehauses eingeladen. Nachdem die vielfältigen und flexiblen Karrierechancen von jungen Juristen bei BCG – ob nach dem LL. B., dem ersten oder zweiten Staatsexamen – vorgestellt wurden, rückte die Elevator Speech in den Fokus. Um ihren Ursprung rangeln sich einige Mythen. So sollen Vertriebler in den USA ihre Vorgesetzten Mitte des 20. Jahrhunderts nur noch im Fahrstuhl zu Gesicht bekommen haben oder Gründer von Technologie-Startups im Kalifornien der 1990er Jahre in Hochhäusern, in denen Venture-Capital-Firmen ihre Büros hatten, stundenlang Fahrstuhl gefahren sein, um Investoren für ihr Unternehmen zu begeiestern. In einem 30- bis 120-sekündigem Gespräch – der typischen Dauer einer Fahrstuhlfahrt – soll durch einen kurzen, auf den Adressaten zugeschnittenen Vortrag ein wohlüberlegtes Ziel erreicht werden. Beginnen sollte der Pitch mit einem Interesse weckenden Aufhänger und einem Nutzenversprechen für den Adressaten, worauf die Kernbotschaft, eine auf Ergebnisse fokussierte Beschreibung des eigenen Projekts bzw. Anliegens, folgt. Schließlich endet die Speech mit einer klar formulierte Bitte oder einem Angebot.

Nach einem theoretischen Vortrag haben die Studierenden diese effektive und effiziente Kommunikationsform selbst trainieren können. In Gruppen von vier bis sechs Studierenden und einem Berater wurden Vorträge zu selbstgewählten Themen gehalten – Professoren und Geschäftsleitung der Hochschule wurden davon überzeugt, warum die Welt auf eine strafrechtliche Doktorarbeit über 3D-Drucker gewartet hat bzw. weshalb Wasserspender in den Gängen und ein Pool auf dem Dach für den weiteren Erfolg der Hochschule unerlässlich sind. Gefolgt wurde das Training von einer theoretischen Reflexion desselben und einer zweiten praktischen Vortragsrunde in den Kleingruppen. Um den Abend locker ausklingen zu lassen, hat BCG anschließend in das Restaurant "Waterkant" im East Riverside Hotel eingeladen.

Leon Blacher, Student