Erfolgreich gründen

Unternehmergespräch mit Patrick Haede und Jens Jenissen

Was braucht es, damit aus einer guten Idee ein erfolgreiches Unternehmen wird? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lud der Bucerius Entrepreneurs Club in Kooperation mit dem Studium professionale am 7. November 2019 zum Unternehmergespräch mit Bucerius Alumni und Gründern Patrick Haede und Jens Jenissen ein.

Unter Moderation von Mark Schmitz, der als Partner der Risikokapitalgesellschaft Lakestar beide Gründer beraten und mitfinanziert hat, erzählten die Alumni von ihrem Weg in die Gründerszene.

Für Haede, der das Reisestart-up Mapify gegründet hat, begann sein Gründerleben schon vor dem Studium an der Bucerius Law School: Bereits mit 18 gründete er sein erstes Start-up, auf das noch weitere folgen sollten, bevor Mapify seinen Anfang nahm. Dabei spielte auch die Bucerius Law School keine unerhebliche Rolle: Dank seines Auslandstrimesters in Kalifornien und eines Aufenthalts am Stanford CodeX Center of Legal Technology führte es Haede nach Erwerb seines Bachelors ans MIT, wo er das Startkapital für Mapify sammelte.

Auch für Jenissen waren die juristischen Kenntnisse, die er während seines Bachelorstudiums an der Hochschule erwarb, hilfreich: Denn mit seinem Fintech Unternehmen fairr.de, das sich zu einem führenden Start-up im Bereich der Altersvorsorge entwickelt hat und im August 2019 an die Raisin GmbH verkauft wurde, betrat er regulatorisches Neuland. Dabei war es für ihn von Vorteil, Gesetzestexte verstehen zu können und sich mit den involvierten AnwältInnen problemlos verständigen zu können.

Doch natürlich unterscheidet sich die Arbeit im eigenen Start-up erheblich von der als Anwalt in der Kanzlei: Neben den schönen Aspekten des Gründerlebens wie der Kreativität bei der Suche nach neuen Lösungsansätzen und der Zusammenarbeit mit hochmotivierten Menschen erzählten die beiden Gründer auch von den Schattenseiten, die die Arbeit in einem jungen Unternehmen mit sich bringt: Finanzierungsschwierigkeiten und die schweren Entscheidungen, die damit einhergehen, haben beide Gründer schon erlebt. So musste Jenissen zum Beispiel in einer besonders kritischen Phase 16 von 24 Mitarbeitern entlassen. Solche Tiefpunkte gehören jedoch zu einer Erfolgsgeschichte dazu – dass es sich trotzdem lohnen kann, ein Start-up zu gründen, zeigen mapify und fairr.de.

Nach Ende der Podiumsdiskussion ging der Abend zum informellen Teil über, wo die Studierenden die Unternehmer-Alumni bei einem Wein nach Erfolgsrezepten und Gründungsratschlägen ausfragen konnten.

Text

Charlotte von Fallois

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