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10.07.2015

Etwas Gutes tun

Felix Lung berichtet aus der Welt der internationalen Organisationen.

Felix Lung

Für Felix Lung, Alumnus der Bucerius Law School, war nach dem ersten Staatsexamen klar: Das reicht jetzt erst mal mit Jura. So brachte ihn sein Weg zur Weltbank in Washington, D.C., und am 16. Juni 2015 zurück in die Bucerius Law School, um über die Arbeit in einer internationalen Organisation zu berichten.

Statt sich weiter mit Gesetzestexten zu beschäftigen, wollte Lung nach dem Staatsexamen etwas anderes machen: "Gutes tun". Was genau das sein sollte, konnte er nur auf eine Weise erforschen: indem er immer wieder Neues ausprobierte. So hat er zusammen mit einem Kommilitonen die gemeinnützige Organisation "project-e" in Äthiopien gegründet, nach dem ersten Staatsexamen einen Master in internationaler Zusammenarbeit an der John-Hopkins-Universität absolviert und durch diverse Praktika in verschiedene internationale Organisationen hineingeschnuppert. Dies brachte ihn unter anderem zum Welternährungsprogramm in Johannesburg, bis er bei seiner jetzigen Stelle im "Disaster Risk Financing and Insurance Program" bei der Weltbank landete. Hier hilft er Entwicklungsländern, sich finanziell gegen Naturkatastrophen abzusichern. Ein bewegtes Leben – Lung ist in den letzten sechs Jahren ganze zwölf Mal umgezogen und verbringt 30 –50% seiner Zeit im Ausland.

Kein Wunder also, dass Lung die Arbeit bei einer internationalen Organisation als äußerst intensiv beschrieb: "Man muss dafür brennen!" Doch genau dieses intensive Umfeld reizt ihn, ist für ihn ebenso ansteckend wie inspirierend. Den Studierenden, die ebenfalls an einer Karriere in einer internationalen Organisation interessiert sind, empfahl er, möglichst viel auszuprobieren. Zum einen, um herauszufinden, ob ein auf so vielen Ebenen fordernder internationaler Beruf wirklich das Richtige für einen ist. Zum anderen sieht er hierin die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Denn diese seien essenziell, um in der "hermetisch abgeriegelten Welt" der internationalen Organisationen einen Fuß in die Tür zu kriegen. Und auch wenn seine Arbeit jetzt wenig mit Jura zu tun hat: Lung hat es nie bereut, Jura studiert zu haben. Denn die Denkstruktur, die ihm an der Bucerius Law School beigebracht wurde, helfe ihm jetzt immer noch sehr.

Mit viel neuem Wissen ausgestattet hatten die Studierenden die Gelegenheit, Lung bei Brezeln und Wein noch weiter über sein internationales Leben und die Arbeit bei internationalen Organisationen auszufragen.

Isabella Naujoks, Studentin