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08.08.2015

Europäische oder westliche Werte?

Gedanken über ein unvollendetes Projekt. Vortrag von Heinrich August Winkler mit Diskussion. Moderation: Giovanni di Lorenzo.

  • Prof. Dr. Heinrich August Winkler, emeritierter Professor für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin
  • Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur „DIE ZEIT“ (Moderation)

In seiner vierbändigen „Geschichte des Westens“ befasst sich Heinrich August Winkler mit der Frage, wie sich die Ideale der Amerikanischen und Französischen Revolutionen des 18. Jahrhunderts auch international durchsetzten – Menschenrechte, individuelle Freiheiten, Gewaltenteilung und Demokratie. Die Geschichte der westlichen Ideale, so Winkler, war dabei auch immer die eines fortlaufenden Kampfes um ihre Verwirklichung: das normative Projekt wurde zu einem normativen Prozess.

Ausgehend von seiner „Geschichte des Westens“, die schon jetzt zu den klassischen Werken der Geschichtsschreibung gezählt werden darf, legt Heinrich August Winkler in seinem Vortrag dar, wie sich die Welt der Gegenwart vor dem Hintergrund historischer Entwicklungen herausbildete. Im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo diskutiert er aktuelle Entwicklungen des Zeitgeschehens, durch die sich die westlichen Werte und Maßstäbe herausgefordert sehen: Islamistischer Fundamentalismus und Terrorismus, eine neoimperiale russische Großmachtpolitik, das wachsende Gewicht von "global Players" wie Indien, Brasilien und China sowie die Krise der Europäischen Union.

in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

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