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04.12.2015

Hamburger Verein für Arbeitsrecht

Arbeitsrecht im Fußball und Verleihung des Dissertationspreises

Am 18. November 2015 fand bereits der sechste Vortragsabend des Anfang 2013 ins Leben gerufenen Hamburger Vereins für Arbeitsrecht statt.
 
Referent des Abends war Professor Dr. Wolf-Dietrich Walker, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er sprach vor etwa 150 Gästen im überfüllten Moot Court der Hochschule über spannende Rechtsfragen rund um das Thema “Aktuelle arbeitsrechtliche Fragestellungen des Fußballsports“. Sein Vortrag legte die Grundlage für die anschließende Podiumsdiskussion, an der Dr. Rainer Koch, kommissarischer Vorsitzender des Deutschen Fußball-Bundes e.V., Dr. Frank Rybak, Vereinigung des Vertragsfußballspieler e.V., sowie Dr. Robin-Christian Steden, Chefjustitiar der Borussia Dortmund KGaA, teilnahmen und die von Dr. Roland Czycholl, Heuking Kühn Lüer Wojtek und Alumnus der Hochschule, moderiert wurde. Inhaltlich ging es vor allem um drei Fragen, die den Arbeitsrechtler im Fußball derzeit beschäftigen: die Befristung von Spieler- und Trainerverträgen, den Mindestlohn im Sportbereich sowie die Möglichkeiten, die Arbeitsbedingungen von Vertragsfußballspielern durch Tarifverträge zu regeln.
 
Zuvor ehrte Dr. Nils Schramm, Partner bei Schramm Meyer Kuhnke und Lehrbeauftragter an der Bucerius Law School, den diesjährigen Preisträger des nunmehr zum dritten Mal verliehenen Dissertationspreises des Hamburger Vereins für Arbeitsrecht e.V. Die Auszeichnung ging an Arno Doebert, Alumnus der Hochschule. Doeberts Arbeit trägt den Titel "Die Insolvenzanfechtung von Lohnzahlungen – Gläubigergleichbehandlung und Arbeitnehmerschutz". Die Auszeichnung des Hamburger Vereins, zu dessen Vorstand Professor Dr. Matthias Jacobs – der auch der Doktorvater ist – zählt, wird einmal jährlich für eine hervorragende Dissertation, die an einer Hamburger Hochschule im Bereich des Arbeitsrechts verfasst wurde, verliehen. Dotiert ist der Preis mit 2.000 Euro.
 
Im Anschluss an die Veranstaltung wurden die angeregten Gespräche im Foyer des Auditoriums bei Brezeln und Wein fortgeführt. Besonderer Dank gilt Barbara Richter und Tino Frieling für die hervorragende Organisation der Veranstaltung.

Friederike Besenthal, wissenschaftliche Mitarbeiterin