News

20.11.2017

Interview mit Sabrina Henning, International Office

Im November jeden Jahres fällt die Entscheidung, wo die Studierenden im dritten Studienjahr ihren Auslandsaufenthalt verbringen werden.

Sabrina Henning, International Office

Dies wäre nicht möglich ohne ein großes Netz von Partnerschaften, das die Bucerius Law School auf der ganzen Welt unterhält, und einen kontinuierlichen Zulauf von internationalen Studierenden, die an dem für sie eigens konzipierten, englischsprachigen Program in International and Comparative Business Law teilnehmen. 

Das diesjährige Programm ist bereits bei der Hälfte angekommen, und wir haben Sabrina Henning, Programmkoordinatorin und zuständig für die internationalen Studenten, über ihre Einblicke befragt.

Das diesjährige Programm wird am 21. Dezember enden. Ist mit der Abreise der Studenten deine Arbeit getan?

Überhaupt nicht. Am Anfang des Jahres steht die finale Abwicklung des Programms: Die letzten Noten treffen ein, die Zeugnisse müssen vorbereitet und versandt werden und letzte administrative Anliegen müssen abgeschlossen werden. Gleichzeitig rollen bereits in den ersten Monaten des neuen Jahres die Nominierungen unserer Partner und Bewerbungen für das kommende Austauschprogramm herein. Hierbei stehe ich den Studenten bei Fragen zum Bewerbungsprozess zur Verfügung. Mit der Versendung der Zulassungen zum Programm, Ende April, endet meine Arbeit jedoch nicht. Direkt im Anschluss helfe ich den neuen Incomings bei Fragen zu diversen administrative Abläufen: Wie finde ich eine Wohnung in Hamburg? Wie und wann bewerbe ich mich für ein Visum? Muss ich für meinen Aufenthalt Versicherungen abschließen oder ein deutsches Bankkonto eröffnen? Ich versuche die Studierenden bei all ihren Fragen zu unterstützen und ihre erste Anlaufstelle vom Zeitpunkt ihrer Bewerbung bis zum Abschluss des Programms zu sein.    

Was macht das internationale Austauschprogramm der Bucerius Law School aus?

Ein herausstechendes Merkmal ist die Internationalität der Gruppe. Seit der Einführung unseres Austauschprogramms im Jahr 2002 ist nicht nur die Gruppengröße, sondern auch ihre internationale Ausrichtung stark gewachsen. In diesem Jahr können wir 89 Studenten aus 24 Ländern im Programm begrüßen. Die Gruppe der Austauschstudierenden kann von dieser internationalen Ausrichtung  in vielfacher Weise profitieren: Zum einen können sich Studenten aus verschiedenen Jurisdiktionen austauschen und sich bereits in einem frühen Stadium mit zukünftigen Anwälten vernetzen, die ihren Arbeitsplatz auf dem Weltmarkt einnehmen werden. Das akademische Programm spiegelt dieses internationale Feature ebenfalls wieder: Alle Kurse werden auf Englisch unterrichtet von Professoren der Bucerius Law School sowie Praktikern, die auf der ganzen Welt tätig sind. Das Hauptaugenmerk der Kursinhalte sind rechtliche Aspekte in einer deutschen, europäischen und transnationalen Betrachtung. In Kursen wie Negotiation und Business Mediation and Conflict Resolution wird von den Professoren ein spezieller Fokus auf die Diversität der Gruppe gelegt, um sicherzustellen, dass Studenten lernen, in interkulturellen Szenarien zu verhandeln und zu schlichten.

Was ist der interessanteste Aspekt in deinem täglichen Arbeitsablauf?

Für mich persönlich ist es immer interessant und spannend Studierende aus den unterschiedlichsten Kulturen dabei zu helfen, sich in das Leben in Deutschland und natürlich speziell in Hamburg einzufinden. Vor allem die berühmt-berüchtigte deutsche Bürokratie kann sehr schwer zu durchschauen sein. Besonders in den ersten Wochen gibt es viele Hürden, die genommen werden müssen: Anträge für ein Visum, Anmeldungen bei der Stadt, Orientierung in Hamburg und, ganz generell, die besten Orte, um abends auszugehen. Wir helfen den Studierenden dabei, einen möglichst reibungslosen Start in ihre Austauschsemester zu haben. Um sich erfolgreich in der Stadt zu orientieren und sich auf das Leben in Deutschland und Hamburg einzustellen, sind natürlich Deutschkenntnisse von Vorteil.

Obwohl das International Exchange Program komplett auf Englisch unterrichtet wird und die meisten Mitarbeiter an der Hochschule Englisch sprechen, ermutigen wir alle Studierenden während ihres Aufenthalts, die deutsche Sprache zu erlernen. Wir bieten den Studierenden die Möglichkeit, während des Austauschprogramms an Deutschkursen teilzunehmen. Zusätzlich können sich Studenten für ein sogenanntes "Buddy-System" anmelden, welches den Austausch zwischen deutschen und internationalen Studierenden fördern soll. Ein großes Programm an außercurricularen Aktivitäten hält sich mit dem akademischen Programm die Waage.