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18.05.2015

Kämpferin für die Bildung

Gespräch mit Hamburgs ehemaliger zweiter Bürgermeisterin Christa Goetsch.

Am 29. April 2015 sprach Christa Goetsch, ehemalige zweite Bürgermeisterin Hamburgs, im Rahmen der von Professor Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem initiierten Veranstaltungsreihe „Was ist wichtig?“ über die Werte, Haltungen und Entscheidungen, die ihren Lebensweg geprägt haben.

In dem von Laura Peters, Studierende des Jahrgangs 2014, moderierten Gespräch berichtete Goetsch von den verschiedenen Herausforderungen, denen sie sich im Laufe ihrer beruflichen und politischen Laufbahn stellen musste. Die Physiklehrerin engagierte sich lange in der Gewerkschaft, bevor sie 1995 den Grünen beitrat. In den vielen Jahren in der Gewerkschaft habe sie lange nicht so viel erreicht wie in drei Wochen Koalitionsverhandlungen, so Goetsch. Durch ihre Zeit in der Politik sei sie auf der einen Seite moderater, auf der anderen aber auch härter geworden. Gerade in der Zeit des Volkentscheids über die von Goetsch initiierte Hamburger Schulreform wurde die Politikerin von den Medien und der Öffentlichkeit oft heftig kritisiert und musste viel einstecken. In ihrem Engagement für ein besseres Schul- und Bildungssystem lässt sie sich davon jedoch nicht beirren und erzählte begeistert von Projekten wie „Jedem Kind ein Instrument“ oder Vorbereitungsklassen für Migranten an Gymnasien.

Nach ihrem Rückzug aus der aktiven Politik arbeitet Goetsch heute wieder als Lehrerin an einer Hamburger Grundschule und setzt sich auch in ihrem neuen Wirkungsort weiter für mehr Bildungsgerechtigkeit ein.

Franziska Mauritz, Studentin