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19.02.2018

Opening Lecture des Center for International Dispute Resolution

Gespräch über Reformen des deutschen und amerikanischen Schiedsrechts

Am 14. Februar 2018 fand im Helmut Schmidt-Auditorium der Bucerius Law School die Eröffnungsveranstaltung des neugegründeten Center for International Dispute Resolution (CIDR) statt. Das CIDR wurde im Dezember 2017 an der Bucerius Law School gegründet, um Forschung und Lehre im Bereich der internationalen alternativen Streitbelegung zu bündeln und weiter voran zu treiben und wird von Professor Dr. Karsten Thorn, Lehrstuhlinhaber an der Bucerius Law School, und Professor Dr. Stefan Kröll, international tätiger Schiedsrichter und Honorarprofessor an der Hochschule, geleitet.

Nach einer Begrüßung durch Thorn, in der er den verschiedenen Mitwirkenden und Förderern des CIDR dankte, hob Professor Dr. Dr. h.c. mult. Katharina Boele-Woelki, Präsidentin der Hochschule, die Wichtigkeit und Aktualität des Gebiets International Dispute Resolution hervor. Danach stellte Friedrich-Joachim Mehmel, Präsident des Hamburgischen Verfassungsgerichts, die Vorzüge von Hamburg als Schiedsstandort heraus.

Auf die Begrüßungsreden folgte eine thematische Einführung durch Professor Dr. Stefan Kröll in die Veränderungen des Schiedsrechts. Der Gastredner Professor George Bermann, den das CIDR für die Opening Lecture von der Columbia University in New York nach Hamburg eingeladen hatte, stellte das erste Restatement des amerikanischen Schiedsrechts vor und knüpfte seine Beobachtungen an die verschiedenen Phasen des Schiedsverfahrens an. Im Rahmen seines Vortrags gab Bermann detaillierte Einblicke in die Ausarbeitung des Restatements, an der er selbst als oberster Reporter maßgeblich beteiligt war und ist. Danach referierte Professor Dr. Gerhard Wagner, Lehrstuhlinhaber an der Humboldt-Universität zu Berlin, über deutsche Reformbestrebungen; es sollen nur wenige Regelungen geändert, aber einige hinzugefügt werden, um aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen.