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10.12.2018

Sind Islam und Demokratie miteinander vereinbar?

Vortrag und Diskussion.

Leider sind keine Anmeldungen mehr möglich. 

  • Dr. Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin, Menschenrechtsaktivistin
  • Julian Kaltenbach, Student Bucerius Law School, Jahrgang 2016 (Moderation)

“From the day I was stripped of my judgeship to the years of doing battle in the revolutionary courts of Tehran, I had repeated one refrain: an interpretation of Islam that is in harmony with equality and democracy is an authentic expression of faith.” (Dr. Shirin Ebadi)

Shirin Ebadi studierte in Teheran Jura und wurde 1974 als erste Frau im Iran zur Richterin ernannt. Nach der Islamischen Revolution 1979 wurde sie aus ihrer Position als vorsitzende Richterin des Teheraner Stadtgerichts gedrängt und arbeitet seitdem als Anwältin für Oppositionelle und politisch Verfolgte. Trotz mehrfacher Drohungen und Repressalien durch die iranischen Behörden gründete Ebadi mehrere NGOs zum Schutz von Menschenrechten und setzt sich insbesondere für die Rechte von Frauen und Kindern ein. Seit dem Jahr 2000 wurde sie für ihren Einsatz als Anwältin mehrfach verhaftet, verurteilt und mit einem Berufsverbot belegt. 2003 erhielt sie für ihre Bemühungen um Demokratie und Menschenrechte den Friedensnobelpreis. Seit 2009 lebt Ebadi im Exil in Großbritannien und setzt von dort aus ihr weltweites Engagement für Menschenrechte und einen demokratischen Islam fort. 

Shirin Ebadi versteht sich selbst als „demokratische Frau muslimischen Glaubens“. In der Veranstaltung wird sie über ihre Auslegung des Islam sprechen, ob und wie Demokratie und Islam miteinander zu vereinbaren sind und welche rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür notwendig sind. 

Eine Veranstaltung der Amnesty International Hochschulgruppe, des Bucerius Alumni e.V. und des Studium generale der Bucerius Law School sowie Marx Siebert Rechtsanwälte

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