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12.12.2017

Strategische Prozessführung im Grund- und Menschenrechtsschutz

Neue Akteure versuchen auf ihre Art Menschenrechte durchzusetzen

Menschenrechtsarbeit wird klassischerweise vorwiegend mit nicht-juristischen Mitteln betrieben: Organisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch setzen auf die Dokumentation, Veröffentlichung und Skandalisierung von Menschenrechtsverstößen. Neben dieser Menschenrechtsarbeit durch NGOs haben sich aber mittlerweile Akteure positioniert, die Menschenrechten mit genuin juristischen Mitteln zur Durchsetzung verhelfen möchten. Sie greifen dazu vor allem auf das Mittel der „strategischen Prozessführung“ zurück und wollen gerichtliche Präzedenzfälle schaffen, um so Menschen- und Grundrechte nicht nur im jeweiligen Einzelfall durchzusetzen.

Was sind die Vorteile von strategischen Prozessen zur Durchsetzung von Menschenrechten? Welche Fallstricke gibt es? Und: Steht der enorme Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zu den möglicherweise erzielten Fortschritten?

Über diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren ReferentInnen diskutieren:

  • Professorin Dr. Nora Markard, M.A. (Uni Hamburg), Mitbegründerin der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), Berlin,
  • Rechtsanwalt Carsten Gericke, European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Berlin.

Die Veranstaltung ist öffentlich, Anmeldungen bitte per E-Mail an claudia.adelmann(at)law-school.de.
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es Brezeln und Wein.