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15.01.2015

Teil 5/5 der Veranstaltungsreihe Deutschland 1945|2015 - Fragen an die Zeitgeschichte

Wissenschaftlich aufgeklärt? Vom Historikerstreit zu den Historikerkommissionen

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Nach dem Krieg gingen die Deutschen der aktiven Auseinandersetzung mit ihrer jüngeren Vergangenheit eine Zeit lang aus dem Weg, heute gilt die Bundesrepublikinternational als Musterbeispielgeschichtlicher Aufarbeitung. Wissenschaftliche Kommissionen haben daran ebenso ihren Anteil wie die Vergabe privater Auftragsarbeiten zur Unternehmens- oder Familiengeschichte. Was hat diesen Wandel bewirkt? Gibt es noch Bereiche, die in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung vernachlässigt werden?    

Prof. Dr. Martin Sabrow leitet das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam und ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die DDR-Forschung sowie Historiographie- und Erinnerungsgeschichte. Er war Vorsitzender der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.  

Dr. Per Leo war mit seinem Erstlingswerk „Flut und Boden“ 2014 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Der Roman erzählt eine Familiengeschichte und thematisiert die Auseinandersetzung der Enkel-Generation mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Seine geschichtswissenschaftliche Dissertation über die Tradition charakterologischen Denkens in Deutschland wurde2011 mit dem Humboldtpreis (Sonderpreis »Judentum und Antisemitismus«) ausgezeichnet.