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20.02.2015

"Vom Spätzünder zum Oberstreber"

Andreas Bürglers (Um-)weg zum Erfolg

Bürgler fühlt sich als "Schweizer mit süßem Akzent" in Deutschland wohl.

Karrieren verlaufen nicht immer gradlinig, hinter großen Erfolgsgeschichten steckt auch die eine oder andere Niederlage – das haben die Gäste der Studium-generale-Veranstaltung „Was ist wichtig?“, organisiert von Professor Hoffmann-Riem, den Studierenden schon einige Male bewiesen. Am 04. Februar 2015 berichtete nun Andreas Bürgler, Verantwortlicher für das operative Management an den Bahnhöfen der DB Station & Service AG, unter der Moderation von Thilo Kerkhoff (Jg. 2013) von seinen Startschwierigkeiten – und wie er dann letztendlich doch Karriere machte.

Bürgler war früher kein gradliniger Typ. Statt direkt zu studieren, leistete der gebürtige Schweizer erst mal für drei Jahre Wehrdienst. Eine prägende Zeit: Als 20-Jähriger lernte er früh, Verantwortung für seine Gruppe von 25 Soldaten zu tragen und Führung zu übernehmen – ganz zu schweigen von den gestellten Aufgaben, die ihn einige Male an seine Grenzen brachten. Doch der endgültige Durchbruch war für ihn ein längerer Prozess. Immer wieder hinterfragte er, ob er sich wirklich vorstellen könne, vierzig Jahre als Betriebsdisponent im Stellwerk der SBB zu arbeiten – und mit 26 Jahren begann dann "das Feuer zu brennen". Er studierte berufsbegleitend, und nur die eiserne Disziplin, die er von seiner Mutter und im Wehrdienst gelernt hatte, brachten ihn dazu, auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch vor den Büchern zu sitzen. Nach seinem Abschluss kletterte er schnell die Karriereleiter bei der Deutschen Bahn hoch – zwar nicht ohne Rückwürfe, aber immer mit dem Selbstbewusstsein, bei Schwierigkeiten auch mal Hilfe anzunehmen.

Und so ist Bürglers Fazit für das Wichtige im Leben: Authentizität, Leidenschaft für seinen Beruf und "Menschen mögen".​

Isabella Naujoks, Studentin