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03.04.2019

Wandlungen: Über die amerikanisch-deutsch-israelischen Verhältnisse

Dialogreihe "Bridging the Gap"

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust sind die besonderen Beziehungen zu den USA und zu Israel absolute Säulen, nicht nur der Außen- und Sicherheitspolitik, sondern auch der grundlegenden Wertegemeinschaft Deutschlands gewesen. Diese Grundlagen kommen ins Wanken. Das Verhältnis zwischen den USA und Israel verändert sich. Wir leben im Zeitalter komplexer Konstellationen, die instabil sind - abgesehen von den politischen Führungspersönlichkeiten.

Zu beiden Ländern gibt es in Deutschland – insbesondere bei den Eliten eine lange vorhandene und jetzt zunehmende Skepsis. Bahnt sich eine möglicherweise gefährliche und unheilvolle Entwicklung an? Was zählen alte Freundschaften und die "besonderen" Beziehungen zu Israel und zu den USA? Kann man sie aufrechterhalten und welche Anpassungen sind notwendig?

Der Verein zur Föderung des Israel Museums e. V. und die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius veranstalten die Dialogreihe Bridging the Gap. Die Reihe widmet sich den großen Fragen des 21. Jahrhunderts, sie orientiert sich an Werten der Aufklärung und steht für die Möglichkeit einer Verständigung über Grenzen und Gegensätze hinweg. Bridging the Gap will Brücken bauen, Vorurteile abbauen und so dazu beitragen, Konflikten entgegenzuwirken.

Grundlage der Dialogreihe ist das seit über 25 Jahren einzigartige und erfolgreiche Kunstprogramm Bridging the Gap des Israel Museums in Jerusalem, es ist das Leuchtturmprojekt des Vereins zu Förderung des Israel Museums e. V. Das Programm richtet sich an palästinensische und jüdische Kinder und Jugendliche in Jerusalem. Es hat bereits erfolgreich mehrere Tausend Schüler, Eltern und Lehrer zusammengeführt. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen, die in getrennten Teilen Jerusalems wohnen, kommen während des Schuljahres einmal pro Woche in das Israel Museum, um ein gemeinsam verabredetes Thema in einem Kunstprojekt zu erarbeiten und es am Ende in einer Ausstellung gemeinsam zu präsentieren.

Gäste

Es diskutieren der US-Botschafter a.D. und Henry-Kissinger-Professor an der Universität in Bonn Prof. James D. Bindenagel, der Historiker und politische Schriftsteller Prof. emer. Dr. Dr. h.c. Dan Diner von der hebräischen Universität Jerusalems und der Wissenschaftsexperte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik PD Dr. habil. Markus Kaim. Moderiert wird der Abend von Dr. h.c. Sonja Lahnstein-Kandel, Vorstandsvorsitzende des Vereins zur Förderung des Israel Museums e.V. Einführen wird Dr. Nina Smidt, Bereichsleiterin Internationale Planung und Entwicklung, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Weitere Informationenen über die Podiumsgäste sind hier herunterzuladen.

Der Eintritt ist frei.

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