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20.03.2015

Wie Phoenix aus der Asche?

Die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Deutschlands seit 1945

Professor Dr. Abelshauser und Theatermacherin Amelie Deuflhard führen das Publikum durch die Entwicklung Deutschlands seit der Nachkriegszeit.

Am 11. März lud die ZEIT – Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius zusammen mit dem Studium generale zur zweiten Gesprächsrunde in der Reihe „Deutschland 1945|2015 Fragen an die Zeitgeschichte“ ein. Nachdem es beim ersten Gesprächsabend um die politische Entwicklung Deutschlands seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging, stand diesmal unter dem Titel „Wirtschaftlich ungebremst? Vom Marshall-Plan zum Exportschlager“ die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung auf dem Programm. Hierzu wurden der Wirtschaftshistoriker Professor Dr. Werner Abelshauser, Forschungsprofessor für historische Sozialwissenschaft an der Universität Bielefeld, und Amelie Deuflhard, Intendantin der Kulturfabrik Kampnagel, eingeladen.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Göring, Vorsitzender des Vorstandes der ZEIT – Stiftung, lud Moderator Ralph Bollmann, Journalist und Publizist, die Gäste ein, die Entwicklung Deutschlands von der Nachkriegszeit bis zur heutigen Euro-Krise darzustellen. Hierbei hob Abelshauser hervor, dass trotz der starken Zerstörung vieler deutscher Städte die Industrie weitgehend intakt geblieben sei. Daher habe der Grund für den raschen wirtschaftlichen Aufstieg weniger in der Unterstützung durch den Marshall-Plan als in der bestehenden wirtschaftlichen Grundlage gelegen.

Deuflhard beschrieb, dass sich durch den Massenwohlstand in den Jahren des Wirtschaftswunders eine Protestkultur entwickelt habe, in der Rufe nach Bildung und Kultur für alle laut geworden seien. Nach den Jahren des Wirtschaftsbooms beschrieben die Gäste den darauf folgenden Abstieg. Doch Abelshauser zeigte sich zuversichtlich, dass Deutschland auch nach seinem „Comeback als Wirtschaftssuperstar“ in den 2000er – Jahren in Zukunft nachhaltig wettbewerbsfähig sein wird. Und so endete der Abend mit einer positiven Zukunftsprognose für Deutschland und angeregten Diskussionen bei Brezeln und Wein in der Rotunde.

Die nächste Veranstaltung der Reihe wird am 6. Mai mit dem Thema „Zivil kultiviert? Von der Kapitulation zu den Ostermärschen“ stattfinden.

Isabella Naujoks, Studentin