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29.09.2015

Wohin führt die digitale Bildungsrevolution? - Die Zukunft des Lernens zwischen Humboldt und Orwell

Vortrag von Dr. Jörg Dräger, Mitglied des Vorstands, Bertelsmann Stiftung, mit anschließender Diskussion. Moderation: Manuel Hartung, Ressortleiter Chancen, DIE ZEIT.

Ein Schüler erhält täglich einen auf ihn zugeschnittenen Lernplan, den ein New Yorker Rechenzentrum über Nacht erstellt. Eine Universität arbeitet mit Software, die für jeden Studenten die optimalen Fächer ermittelt, inklusive der voraussichtlichen Abschlussnoten. Ein Konzern lässt seine Bewerber in einem virtuellen Restaurant Sushi servieren, da das Computerspiel ihren Berufserfolg vorhersagt – so sieht die digitale Zukunft des Lernens aus. Die vernetzte Welt wird nicht nur unser Bildungssystem, sondern auch unsere Gesellschaft grundlegend verändern. Bisherige Bildungsverlierer bekommen neue Chancen; alte Eliten geraten in Bedrängnis. Gleichzeitig erfasst digitale Bildung große Mengen von Daten. Es droht der gläserne Lerner, der im Netz unauslöschliche Spuren hinterlässt und zum Opfer von Wahrscheinlichkeiten wird. Eines ist klar: Die Veränderungen sind nicht zu stoppen. Deutschland muss die digitale Bildungsrevolution jetzt aktiv gestalten, damit sie ein Erfolg werden kann.

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