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Protest, Hate Speech, Repression: Populismus als Gefahr für die Demokratie?

Datum: 09. Oktober 2019
Zeit: 19:00 bis 20:30
Ort: Helmut Schmidt Auditorium

Eine dreiteilige Veranstaltungsreihe des Studium generale der Bucerius Law School mit Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Einfache Antworten auf schwierige Fragen haben derzeit Konjunktur. Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA, die Gelbwesten-Bewegung in Frankreich und nicht zuletzt die Wahlerfolge populistischer Parteien in Osteuropa, Italien sowie bei der Wahl zum Europäischen Parlament sind hierfür augenfällige Zeichen. So unterschiedlich die Erscheinungsformen populistischer Bewegungen im Einzelnen sind, regelmäßig stilisieren sie sich als die “wahren Vertreter“ des Volkes, positionieren sich in Abgrenzung zu „den Eliten“ und stellen das bestehende Politik- und Gesellschaftssystem offen infrage.

Wie ist die Popularität des Populismus zu erklären? Warum fühlen sich viele Menschen von der Politik nicht mehr vertreten und protestieren gegen die etablierten Parteien? Wann werden populistische Bewegungen besonders stark? Wie verändern Phänomene wie „Hate Speech“ und „Fake News“ den öffentlichen Diskurs? Welche Folgen hat es für Demokratie und Rechtstaat, wenn populistische Politiker den Sprung in die Regierungsverantwortung schaffen? Und kann man überhaupt von dem Populismus sprechen? Ist der Populismusbegriff als politisches Schlagwort wirklich zielführend? Oder muss zur Beurteilung politischer Bewegungen und Parteien weniger auf deren populistischen Politikstil, sondern vielmehr auf deren inhaltliche Positionen zu Rechtsstaat, Demokratie und pluralistischen Gesellschaften abgestellt werden?

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der dreiteiligen Veranstaltungsreihe, bei der an drei Abenden aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven Begriff, Ursachen und Erscheinungsformen des Populismus in den Blick genommen sowie Herausforderungen und Gefahren populistischer Bewegungen für liberale Demokratien diskutiert werden sollen.

Die einzelnen Veranstaltungen:

Alle Teile der Veranstaltungsreige sind öffentlich, der Eintritt ist frei.