Urheberrecht und Sharia – Normative und Narrative des islamischen Rechts

Urheberrecht und Sharia – Normative und Narrative des islamischen Rechts
31. März 2021
18:00 - 19:00 Uhr
Zoom

Im Rahmen des IP Kolloquiums stellen junge Wissenschaftler*innen ihr Forschungsgebiet vor.

Im Rahmen des IP Kolloquiums – einer von Prof. Dr. Dana Beldiman und Prof. Dr. Linda Kuschel ins Leben gerufenen Vortragsreihe – stellen junge Wissenschaftler*innen ihr Forschungsgebiet vor.

An diesem Abend berichtet Maurice Zomorrodi von seiner Suche nach universell gültigen Normen im Urheberrecht. Dabei vergleicht er so unterschiedliche Rechtssysteme wie das iranische und das westliche.

Welchen Wert hat kreative Arbeit? Warum schützen wir schöpferische Leistungen durch das Urheberrecht? Der Wert immaterieller Güter und die Legitimation einer exklusiven Rechtsposition an ihnen wird überall auf der Welt immer wieder in Frage gestellt. Die Überzeugungskraft des Rechts hängt von der moralischen Anerkennung (Akzeptanz) der Idee des Rechts ab. Die Globalisierung des Rechts macht daher verbindende moralische Narrative zwingend erforderlich. So muss auch das Urheberrecht auf ein interreligiöses und interkulturelles Wertefundament gestellt werden. Die Rechtsordnungen islamischer Länder – wie der des Irans – haben sich so erheblich abgegrenzt und unabhängig von westlichen Rechtssystemen entwickelt, dass man größtmögliche Unterschiede erwarten und zugleich davon ausgehen kann, dass die gefundenen Gemeinsamkeiten so nah wie möglich an allgemeingültige Gerechtigkeitsnormen heranreichen. Die verbindenden Narrative stellen also ein universelles moralisches Gebot zum Schutz der Urheber dar.

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