Warum Jura?

Juristische Ausbildung an der Bucerius Law School

Vom Erstsemester zum Volljuristen

Die juristische Ausbildung in Deutschland hat eine lange Tradition und einen ganz besonderen Aufbau. Die meisten Jurastudierenden haben vor allem ein Ziel vor Augen: das Zweite Staatsexamen.

Der Aufbau und Ablauf der volljuristischen Ausbildung

Der Aufbau und Ablauf der volljuristischen Ausbildung ist deutschlandweit gleich – und zwar ganz unabhängig davon, welchen volljuristischen Beruf du später ergreifen willst. Egal also, ob du Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder Richter werden willst, du musst immer dieselbe Ausbildung durchlaufen.

Die Ausbildung ist grundsätzlich in zwei Phasen unterteilt, nämlich dem Jurastudium und dem Referendariat. Beide Phasen werden mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Optional sind weitere Abschlüsse möglich. Wichtig ist, sich zu vergegenwärtigen, dass die Ausbildung mindestens sechs bis sieben Jahre in Anspruch nimmt. Um mehr über die einzelnen Ausbildungsschritte zu erfahren, klicke auf die grauen Kästen.

Die erste und zeitlich aufwändigste Stufe, die es bei einer volljuristischen Ausbildung zu meistern gilt, ist das Studium der Rechtswissenschaften an einer juristischen Fakultät mit dem Ausbildungsziel der Ersten Prüfung, die das Erste Staatsexamen umfasst. Dieser Teil der Ausbildung ist das, was man im Allgemeinen als "das Jurastudium" bezeichnet, und das auch die Bucerius Law School anbietet. Bundesweit dauert dieser Teil der Ausbildung zurzeit durchschnittlich fünf Jahre. An der Bucerius Law School ist das Studium mit vier Jahren ein Jahr kürzer.

Das Studium wird abgeschlossen mit der so genannten Ersten Prüfung. Die Erste Prüfung setzt sich zusammen aus der universitären Schwerpunktbereichsprüfung (wird von den Hochschulen abgenommen) und der staatlichen Pflichtfachprüfung (wird von der staatlichen Prüfungsbehörde abgenommen – in Hamburg Justizprüfungsamt). Die Prüfung nimmt insgesamt etwa ein halbes Jahr in Anspruch.

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Es folgt der zweijährige Vorbereitungsdienst, das Referendariat, das in jedem Bundesland absolviert werden kann. Man arbeitet während des Referendariats an verschiedenen juristischen Pflicht- und Wahlstationen, wo man praktisch tätig wird und die verschiedenen Facetten der juristischen Arbeit kennen lernt. Das Referendariat in Hamburg beispielsweise hat folgende Struktur:

Die Pflichtstationen:

  • Strafstation – 3 Monate an einem Amtsgericht in Strafsachen, einer Strafkammer oder einer Staatsanwaltschaft
  • Zivilstation – 3 Monate an einem Amtsgericht oder Landgericht in Zivilsachen
  • Verwaltungsstation – 3 Monate an einer Verwaltungsbehörde
  • Rechtsanwaltsstation – 9 Monate bei einem Rechtsanwalt/einer Rechtsanwältin

Die beiden Wahlstationen:

  • Wahlstation I – 3 Monate bei einer der drei erstgenannten Ausbildungsstationen oder bei einem nationalen Gericht, bei einer überstaatlichen, zwischenstaatlichen oder ausländischen Verwaltungsbehörde oder an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer
  • Wahlstation II – 3 Monate an einer Ausbildungsstelle, bei der eine sachgerechte Ausbildung gewährleistet ist.

Das Referendariat wird mit dem Zweiten Staatsexamen abgeschlossen, das wie die Erste Prüfung ebenfalls von den staatlichen Prüfungsstellen der Bundesländer abgenommen wird. Du legst das Zweite Staatsexamen in dem Bundesland ab, in du dein Referendariat durchgeführt hast. Auch diese Prüfung nimmt etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr in Anspruch. Nach dem bestandenen Zweiten Staatsexamen ist die volljuristische Ausbildung, die für die Berufe Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt oder Verwaltungsjurist im höheren Dienst Voraussetzung ist, abgeschlossen, und du kannst dich auf solche Stellen bundesweit bewerben.

Optional kann man zusätzlich eine Doktorarbeit schreiben oder ein Masterprogramm absolvieren. Beide Qualifikationen sind im Rahmen einer volljuristischen Qualifikation optional, es handelt sich dabei also nicht um Pflichtabschlüsse, die man für eine volljuristische Qualifikationen unbedingt benötigt. Beide Optionen sind auch an der Bucerius Law School möglich, wenngleich Juraabsolventen in der Regel ein Masterprogramm im Ausland absolvieren.

Ein im Ausland erworbener Mastertitel oder der erfolgreiche Abschluss eines englischsprachigen Masterprogramms unterstreichen sichere Fremdsprachenkenntnisse und internationale Erfahrung.

Eine Doktorarbeit zeigt, dass man sich wissenschaftlich vertieft mit einem Thema auseinandersetzen kann, sowie die Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten, Eigenorganisation und Selbstdisziplin hat.

Ob Sie sich überhaupt für eine Doktorarbeit oder ein Masterprogramm entscheiden, hängt auch von Ihren beruflichen Plänen und fachlichen Präferenzen ab. Viele der großen internationalen Wirtschaftskanzleien erwarten mindestens eine, teilweise beide Zusatzqualifikationen.

Wusstest du schon...

... dass du an der Bucerius Law School im Rahmen deines Jurastudiums neben dem Ersten Staatsexamen auch einen Bachelor of Laws (LL.B.) erwirbst?

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