Auch in diesem Jahr führte die traditionelle Exkursion des Schwerpunkts „Wirtschaftsstrafrecht“ wieder nach Leipzig. Am 7. und 8. Oktober 2026 machten sich die Studierenden auf den Weg, um das Bundesverwaltungsgericht, den 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs und die Außenstelle der Bundesanwaltschaft aus nächster Nähe kennenzulernen.
Besichtigung des Bundesverwaltungsgerichts
Direkt nach der Ankunft stand eine Führung durch das Bundesverwaltungsgericht auf dem Programm. Beim Rundgang bekam die Gruppe nicht nur beeindruckende Säle zu sehen, sondern erfuhr auch viel über die Geschichte des Gebäudes, in dem ehemals das Reichsgericht seinen Sitz hatte.
Den Abend verbrachte die Gruppe bei Tapas und Wein im Café Madrid. Im Laufe des Abends stießen Jan Gericke und Marcus Köhler, beide Richter des 5. BGH-Strafsenats, dazu. In ungezwungener Atmosphäre ergaben sich Gespräche über den Alltag am Bundesgerichtshof, die in einer nahegelegenen Bar ihre gesellige Fortsetzung fanden.
Verhandlung beim 5. BGH-Strafsenat
Am nächsten Morgen ging es zur Villa Sack, in der der 5., der 6. und seit diesem Jahr auch der 7. Strafsenat des Bundesgerichtshofs ihren Sitz haben. Dort verfolgte die Gruppe eine Revisionsverhandlung, in der es um einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und insbesondere um die Frage ging, wann ein Zusammenschluss von Tätern als Bande einzuordnen ist. Auch ohne Aktenkenntnis ließ sich der Verhandlung gut folgen, was nicht zuletzt an dem Bundesanwalt und der Spruchgruppe lag, die die Zusammenhänge verständlich darlegten. Im Anschluss nahmen sich die Richter großzügig Zeit für die Fragen der Studierenden – und davon gab es reichlich.

