Neuer Jura-Podcast: Insights & Trends aus dem Rechtsmarkt

Der Video-Podcast „From campus to career“ lebt von echter Praxisrelevanz und dem konsequenten Blick in die Zukunft.

„From campus to career“ ist eine Kollaboration des Bucerius Alumni Center for Teaching and Learning und des Podcast „Irgendwas mit Recht“ (IMR). Es richtet sich an junge Jurist:innen, die wissen möchten, wie Jura in der Praxis aussieht und wie sie gut durch das Studium und Referendariat kommen.

Die beiden Hosts bringen reichlich Wissen und ausreichend Geschwätzigkeit mit, um ausführlich über die neuesten Insights zu berichten:

- Sven Störmann bringt die Perspektive aus Ausbildung und Studium ein: er ist Direktor des Alumni Center for Teaching and Learning (ACTL) an der Bucerius Law School und Co-Founder der Jura-Lernplattform dskrpt.
- Marc Ohrendorf ist die Stimme aus der Praxis: er ist Associated Partner bei der Kanzlei YPOG, KI-Experte, Director des Center on the Legal Profession an der Bucerius Law School und Host des Podcasts IMR.

Im Interview sprechen die Hosts über ihre Motivation, den die Kollaboration ins Leben zu rufen und was ein Dachgeschoss in der Nähe von Köln damit zu tun hat.
 

 

Es gibt zahlreiche Jura-Podcasts. Was ist das Besondere an eurem Format?

Marc: Wir sind setzen auf den bestehenden Erfolg von IMR auf und erweitern das Interview-Format um eine Show mit festen Segmenten zu Rechtsmarkt, Ausbildung, Events, Karriere und natürlich KI. Wir beantworten darin Fragen, die uns von Studierenden und young professionals häufig gestellt werden. Und wir beantworten sie so, dass alle sie verstehen und nachvollziehen können.  

Sven: Das Ganze machen wir in gemütlicher Atmosphäre – quasi im Wohnzimmer – und bieten den Zuhörer:innen konkrete Takeaways für ihre eigene Karriere an. Wir möchten ganz bewusst aus dem Business-Kontext ausbrechen und nicht im Anzug mit Krawatte vor der Webcam sitzen. Wir sprechen so, wie wir auch mit Feundinnen oder Bekannten unser Wissen und unsere Erfahrung teilen würden. Und ich glaube, es gibt wenige Videopodcasts, die so einen hohen production value haben, das war uns ganz wichtig. Wer uns zuschaut, soll sehen, dass uns Qualität wichtig ist.

 

Wie habt ihr zusammengefunden, warum seid ihr ein perfect match?

Sven: Marc hat schon viele hundert Podcastfolgen “auf dem Buckel” und ist der Bucerius Law School eng verbunden. Vor etwa einem Jahr fragte er mich, ob ich Lust hätte, in einer Folge IMR dabei zu sein (IMR 314). Für mich war das eine große Ehre und außerdem total aufregend, weil ich zwar beruflich viel mit Audio- und Videorecording zu tun habe, aber selbst so gut wie nie vor Kamera oder Mikrofon stehe. Das Ergebnis war so gut, dass wir anfingen, über ein gemeinsames Format nachzudenken.

Marc: Am Ende haben wir ein Format und Ideen gefunden, die wir so gut fanden, dass wir einfach entschieden haben, zu starten. Der Soft-Launch ist nun schon ein paar Wochen her und das Feedback zu den ersten Episoden, das wir von Freunden und Bekannten bekommen haben, bestätigen unser Gefühl: Fachlich ergänzen wir uns super, die verschiedenen Perspektiven auf aktuelle Themen funktionieren und am wichtigsten: auch persönlich klappt es wunderbar. So entsteht ein Gespräch in angenehmer und lockerer Atmosphäre, dem die Zuhörer:innen zu unserer Freude gerne folgen.
 


Über den Podcast

Der Video-Podcast „From campus to career” ist eine Kooperation zwischen dem Alumni Center for Teaching and Learning (ACTL) und dem Podcast „Irgendwas mit Recht“. Eine neue Folge erscheint jeden zweiten Freitag und dauert zwischen 30 – 60 Minten. Auf spotify und überall wo es sonst Podcasts gibt findet ihr „From campus to career“ im Feed von „Irgendwas mit Recht“.

Zur Playlist auf Youtube 


Worum geht es in euren Podcast-Folgen?

Marc: Unser Ziel ist es, dass unsere Zuschauer sprechfähig zum Rechtsmarkt werden. Wir sagen immer, es geht um "alles außer materielles Recht”. Wir sprechen zum Beispiel darüber, dass Anthropic ein Legal Plugin für Claude veröffentlicht, dass Prof. Dr. Julian Krüper ein Gutachten zur juristischen Ausbildung schreibt oder an der Bucerius Law School eine Tagung zur Examensvorbereitung stattfindet. Dabei sind wir aber kein News-Format …

Sven: …sondern steigen da ein, wo unsere Zuhörer:innen etwas lernen oder an einer Entwicklung partizipieren können. Das sind die Themen, die uns interessieren und auf die wir im Job-Kontext oft angesprochen werden. Am Ende wollen wir dazu beitragen, dass jede und jeder einen guten Überblick bekommt und die grundlegenden Prinzipien versteht.

 

Warum habt ihr das Format Video-Podcast gewählt?

Sven: Meine Erfahrung mit Lehrvideos hat gezeigt: Es geht nicht immer nur um den Inhalt, sondern auch um die Art, wie ein Mensch diesen Inhalt transportiert. Wir möchten eine angenehme, persönliche Atmosphäre schaffen, in der wir uns mit unseren Zuhörer:innen unterhalten. Gerade jetzt, wo die Plattformen mit AI-Slop – also mit minderwertigen KI-generierten Inhalten – überschüttet werden, glauben wir, dass Vertrauen in die Menschen eine enorm wichtige Rolle spielt. Wem man zuhört und von wem man etwas lernen möchte, hängt also davon ab, wer die Informationen kuratiert und aufbereitet.


Wie war es, die erste Folge aufzunehmen?

Sven: Aufregend! Ich sehe mich total ungerne vor der Kamera und war entsprechend nervös – wie man meinem Fuß in Episode eins ansieht. 
Marc: Inhaltlich hat’s nicht geschadet! Oft schaut man ja etwas peinlich berührt auf die ersten Folgen zurück, aber ich finde unsere erste Episode absolut sehenswert.

 

Wer hat euer Studio eingerichtet?

Sven: Das haben wir tatsächlich selbst gemacht. Wir hatten ursprünglich überlegt, im Studio in der Bucerius Law School in Hamburg zu drehen...

Marc: … da wir aber beide in der Nähe von Köln wohnen, haben wir uns dort umgesehen. Schließlich meinte Sven, dass sein Dachboden leer stehen würde. Das war dann die ideale Lösung.

Sven: Danach ging alles ziemlich schnell. Ich habe ein paar mood boards und ein Set-Design gemacht, wir haben dazu Feedback eingesammelt und dann habe ich erstmals in meinem Leben Fußboden verlegt – ist gar nicht so übel geworden.  Und weil meine Kinder ohnehin schon ganz aufgeregt waren und auch mal gefilmt werden wollten, durften die dann als Licht-Double herhalten. Und schon konnte es losgehen mit der ersten Folge.

 

Zum Video-Podcast auf Youtube
 

Text

Interview: Désirée Balthasar

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