Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung

Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung

Veranstaltungen anzeigen

03. November 2022
10:00 - 17:00 Uhr

Bucerius Law School, Raum 2.28 / Zoom

Die Tagung von CECS und der WHU wird interdisziplinäre Verknüpfungen in Bezug auf Nachhaltigkeit in Lieferketten ausloten.

Nachhaltige Lieferketten?! Von globalen und lokalen Chancen und Herausforderungen

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken in Lieferketten sind längst auf die Agenda des nationalen und europäischen Gesetzgebers gelangt. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) tritt größtenteils am 1.1.2023 in Kraft; eine europäische Regelung ist mit einem Richtlinienentwurf aus dem Februar auf dem Weg. Unternehmerische Sorgfaltspflichten zur Verwirklichung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit in Bezug auf Lieferketten werden damit national und europäisch erstmals gesetzlich geregelt. Zum LkSG stellt sich insbesondere die Frage, wie die Umsetzung vorangeht – und ob möglicherweise bald schon größere Überarbeitungen des Gesetzes aufgrund des EU-Rechts anstehen.

In Bezug auf größere Nachhaltigkeit in Lieferketten ist ferner die Logistikbranche gefragt. Verbesserungen lassen sich möglicherweise durch sogenannte "Lieferallianzen" erreichen: Logistikunternehmen, die im Wettbewerb miteinander stehen, können durch Kooperationen womöglich nicht nur selbst Kosten sparen, sondern auch die Umweltkosten (insb. Emissionen) ihrer Tätigkeit reduzieren. Bei Lieferallianzen handelt es sich noch um ein recht neues Forschungsfeld, das in die juristische Literatur noch keinen Eingang gefunden hat. An spannenden Fragestellungen zur Zulässigkeit und Ausgestaltung solcher Kooperationen mangelt es freilich nicht.

Perspektiven: Gemeinsame Tagung mit der WHU am 3. November 2022

Die Tagung "Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung: Perspektiven in der Lieferkette" des CECS an der Bucerius Law School und der WHU Otto Beisheim School of Management hat zum Ziel, zu beiden Themen Verknüpfungen zwischen juristischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten herzustellen.
Die ersten beiden Teile widmen sich den unternehmerischen Pflichten, die sich aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ergeben, und den Herausforderungen bei der Umsetzung des Gesetzes. In dritten Teil geht es darum, wie durch Lieferallianzen Emissionen bei der Lieferung von Gütern reduziert werden könnten, und welche Chancen und Herausforderungen sich aus dem europäischen und nationalen Recht ergeben. Die abschließende Diskussionsrunde wird diese Themen aufgreifen und einen Ausblick geben auf zukünftige Umsetzungsstrategien und politische Reformperspektiven besonders auf europäischer Ebene.

Die Tagung richtet sich sowohl an Wissenschaftler:innen wie auch an Praktiker:innen aus Unternehmen, Verbänden, Kanzleien und Verwaltung, um interdisziplinäre Anknüpfungspunkte auszuloten.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Als angemeldete:r Teilnehmer:in erhalten Sie den Zoom-Link wenige Tage vor der Veranstaltung.

Zu Gast sind u.a.:

  • Prof. Dr. Birgit Spießhofer, M.C.J., Universität Bremen/Dentons Europe LLP
  • llse Beneke,Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung beim Beschaffungsamt des BMI
  • Dr. Nora Lohmeyer, Radboud University, Nijmegen
  • Prof. Dr. Magaretha Gansterer, Universität Klagenfurt
  • Dr. Mansur Pour Rafsendjani, Noerr LLP
  • PD Dr. Franziska Humbert, LL.M., Oxfam
  • Jonas Hein, BMJ 

ZUR ANMELDUNG (EXTERNE SEITE)

Wir bedanken uns bei Noerr für das Sponsoring der Tagung.

Zurück

NEWSLETTER

Der Newsletter der Bucerius Law School informiert zweimonatlich über Neuigkeiten und Termine.