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Nachhaltigkeit, Innovation & IP
Im Themenfeld Nachhaltigkeit, Innovation & IP werden am Bucerius IP Center insbesondere der rechtliche Rahmen der Kreislaufwirtschaft und von Open Source Hardware untersucht. Das aktuell größte Forschungsprojekt in diesem Themenfeld ist das interdisziplinäre Drittmittelprojekt dtec.bw “Dezentrale digitale Produktion für die urbane Wertschöpfung” für die Erforschung der rechtlichen Rahmenbedingungen einer Fab City.

Das Bucerius IP Center ist seit 2020 für die rechtswissenschaftliche Begleitforschung zu dem Projekt „Fab City: Dezentrale digitale Produktion für die urbane Wertschöpfung“ zuständig. Die akademische Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Dana Beldiman und Prof. Dr. Linda Kuschel.
Im Fokus des Projekts stehen drei Themenschwerpunkte:
- IP-rechtliche Hürden bei kollaborativer Wertschöpfung und nachhaltiger (Wieder-)Verwendung von Ressourcen
- Eignung verschiedener Lizenzmodelle für die Verbreitung von Open Source Hardware
- Haftungsrisiken und Perspektiven eines techniksensiblen Haftungsrechts
Das Projekt wird gefördert durch dtec.bw – Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr. dtec.bw ist ein von den Universitäten der Bundeswehr Hamburg und München gemeinsam getragenes wissenschaftliches Zentrum, es wird von der Europäischen Union – NextGenerationEU finanziert.
Forschungsheft
Erfahren Sie mehr über unsere Forschung im interdisziplinären Fab City Projekt! Einen ersten Überblick finden Sie im Jahresheft zur Forschung 2022/23 der Bucerius Law School auf Seite 6 ff.:
Guidelines
Interessieren Sie sich im Detail für unsere juristische Arbeit im Bereich von Open Source Hardware? Laden Sie hier unsere Praxisleitfäden herunter:
Was ist eine Fab City?
Verschiedene globale Trends prägen die Gegenwart: der Klimawandel, ein zunehmender Ressourcenverbrauch, globale Lieferketten, weltweite Digitalisierung sowie eine massive Veränderung der Arbeitswelt. Insbesondere Städte stehen dabei vor gewaltigen Herausforderungen.
Dabei kann eine Stadt (fast) alles, was sie konsumiert, selbst produzieren: Das ist die Vision einer “Fabrication City”, kurz Fab City. Mit einer konsequenten Kreislaufwirtschaft, mit neuen Produktionsverfahren aus offen zugänglichen Maschinen, einer neuen digitalen Infrastruktur und einer umfassenden Teilhabe der Stadtbewohner und Stadtbewohnerinnen kann das gelingen.
Hamburg hat 2019 als erste deutsche Stadt beschlossen, eine Fab City zu werden – gemeinsam mit 54 anderen Städten, Regionen und Ländern weltweit wie z.B. Boston, Barcelona, Paris, Yucatan oder Bhutan.
Aktuelle Veröffentlichungen aus dem IP Center
Kuschel, Linda - A Seat at the Table - Zur Berücksichtiung von ökologischer Nachhaltigkeit im Immaterialgüterrecht; ZGE 17 (2025), 135-168.
Blanke-Roeser, Constantin - „Künstliche Intelligenz und nachhaltige Entwicklung“ – Der neue lateinamerikanische KI-Index; KIR 2025, S. 48-51.
Kuschel, Linda / Haller, Lisa - Haftungsrisiken im Kontext von Open Source Hardware; in: Moritz/Redlich/Buxbaum-Conradi/Wulfsberg (Hrsg.), Global collaboration, local production – Fab City als Modell für Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Entwicklung, 2024, S. 149-161.
Ritlewski, Kristoff - Regulierung von Umweltzeichen nach den Vorgaben von Green-Claims-RL und EmpCo-RL; GRUR 2024, S. 1580-1589.

Kontakt
Center for Transnational IP, Media and Technology Law and Policy
Bucerius Law School
Dr. Darius Rostam, LL.M. (NYU)
Geschäftsführender Direktor
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg
Tel.: (040) 3 07 06 – 183
E-Mail: ipcenter(at)law-school.de