Das Zentrum für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung zeigt in Kooperation mit dem Deutschen Juristinnebund die Austellung „100 Jahre Frauen in juristischen Berufen“ die im Rahmen der 2021 konzipierten und 2022 durchgeführten gleichnamigen djb-Kampagne entstanden ist. Anlass der Kampagne, die vom Bundesministerium der Justiz (BMJ) finanziell gefördert wurde, war das 100-jährige Jubiläum des Gesetzes „über die Zulassung der Frauen zu den Ämtern und Berufen in der Rechtspflege“ vom 11. Juli 1922 (Reichsgesetzblatt 1922 I, S. 573). Das Gesetz beseitigte endlich die formalen Hindernisse und gewährte Frauen Zugang zum Staatsexamen und schließlich zu den juristischen Berufen. Die Ausstellung im Rahmen der Kampagne bildet den Kampf um die Berufszulassung ab. Sie stellt die kurzen Jahre der Weimarer Republik dar, die NS-Zeit, das damit verbundene erneute Berufsverbot für Juristinnen, die Verfolgung vorrangig jüdischer Juristinnen, aber auch die juristischen Täterinnen und die Arbeit beeindruckender Juristinnen für die Gleichberechtigung im Recht und am Recht. Nach einem Jahrhundert zieht die Ausstellung eine Zwischenbilanz. Ausgehend von dem erfolgreichen Kampf für ein Berufsrecht in den Berufsfeldern, für die Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts studiert haben, nimmt sie den enormen Beitrag, den Juristinnen im vergangenen Jahrhundert zu Rechtsstaat und Demokratie geleistet haben, in den Blick.
Öffentliche Ausstellung bis Mitte Juli 2026 auf dem Campus der Bucerius Law School in den Fenstern des Helmut Schmidt Auditoriums.
