Berufsbild Jurist*in in der Politik

Spannende Einblicke in die Arbeitswelt von Jurist*innen in der Politik

Am 29. Oktober 2020 fand im Rahmen des Studium professionale der Bucerius Law School, in Zusammenarbeit mit der Alumni-Fachgruppe Politik, eine Podiumsdiskussion mit Alumnae und Alumni der Hochschule auf Zoom statt. Podiumsteilnehmer*innen waren Vertreter*innen verschiedener Bundesministerien, einer Bundestagsfraktion, der Europäischen Kommission und des Bereichs Regierungsbeziehungen bei der Axel Springer SE. Sie gewährten den Studierenden tiefe Einblicke in ihren Arbeitsalltag.

Praktika verschaffen differenzierte Einblicke in juristische Tätigkeitsfelder
 

Dabei berichteten die Podiumsteilnehmer*innen darüber, dass sie ihre ersten Berührungspunkte mit beruflichen Tätigkeiten in der Politik bereits im Rahmen von Praktika während ihres Studiums oder ihres Referendariats sammelten. Sie ermutigten die Studierenden dazu, selbst diese Möglichkeiten zu nutzen, um früh in verschiedenste Berufsfelder reinzuschnuppern. So könnten sie sich selbst schnell ein differenziertes Bild von Tätigkeitsfeldern für Juristen machen.

Juristisches Handwerkszeug auch in der Politik gefragt


Die Teilnehmer*innen wollten wissen, inwiefern das juristische Handwerkszeug in einem Berufsfeld der Politik hilfreich sei. So wie die Referent*innen in ganz verschiedenen politischen Institutionen und Organisationseinheiten beschäftigt sind, unterscheidet sich auch ihr konkreter Bezug zu den Rechtswissenschaften. Im Bundesministerium der Justiz ist er beispielsweise ganz unmittelbar gefragt, die Arbeit im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zielt dagegen eher auf ökonomische Erfolge ab. Einigkeit bestand dennoch darüber, dass insbesondere das strukturierte Aufarbeiten von Sachverhalten und Problemen eine besondere Fähigkeit sei, welche man im Studium sich aneigne und welche äußerst hilfreich im späteren Berufsleben sei.

Möglichkeit, die Gesellschaft zu gestalten
 

Die Podiumsteilnehmer*innen gewährten Einblicke in die besonderen Reize ihrer spezifischen Tätigkeiten. Sie betonten besonders die im Vergleich zur typischen Anwaltstätigkeit bestehende Breite an Themen und Problemen, in welche man sich tagtäglich hineindenken müsse. Darüber hinaus werde einem bereits in den frühen Phasen der Karrierelaufbahn eine große (Gestaltungs-)Verantwortung übertragenübertragen. Die Möglichkeit, die Gesellschaft zu gestalten und voranbringen  muss man nur ergreifen.

Der Abend fand einen gelungenen Abschluss mit einer Fragerunde, in welcher die Studierenden die Möglichkeit hatten, ihre Fragen den Podiumsteilnehmer*innen zu stellen.

 

Autor*in

Jonas Moscho

Hamburg