Bucerius Legal Innovation Hub auf der Legal Disruption Conference 2025 in Berlin

Verträge, die denken und Recht, das sich selbst organisiert – die Legal Disruption Conference 2025 zeigt, wie die Zukunft des Rechts aussieht.

Forschung & Fakultät |

Gestern konnte Jakob Schilling, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bucerius Legal Innovation Hub, die Legal Disruption Conference 2025 an der BSP Business & Law School in Berlin besuchen.

 

Seine drei Takeaways:
 

  1. Was passiert, wenn Verträge „denken“?
    Rightmart“-Gründer Marco Klock skizzierte in seiner Keynote eine Zukunft, in der hochindividualisierte Verträge durch die Parteien mittels Chatbot erstellt werden, Eigentum sich digital selbst verwaltet und Alltagsrecht durch Automatisierung nahezu kostenlos wird. Wissensmonopole brechen weg, Plattformen übernehmen Regeln und Prozesse, und juristische Arbeit verschiebt sich hin zu Strategie, Technik und Systemarchitektur.
     
  2. Der Rechtsmarkt braucht echte Interdisziplinarität
    Ob in Kanzleien, Legal-Tech-Startups oder Justiz: Die Panels zeigten, dass Jurist:innen, Entwickler:innen und Designer:innen künftig viel enger zusammenarbeiten müssen. Weg von Wissensmonopolen – hin zu Foren des gegenseitigen Zuhörens und Testens.
     
  3. Effizienz bedeutet nicht gleich Akzeptanz
    Ein starker Impuls aus dem internationalen Panel: Nicht alles, was schnell ist, wird akzeptiert. Technologie kann das Recht schneller und effizienter machen – aber es braucht ebenso den menschlichen Prozess, der Entscheidungen legitimiert.

     

Inspirierende Impulse, spannende Gespräche und viel Raum zum eigenen Testen. Danke an Kristina Bodrozic-Brnic und Martin Fries für die Organisation einer tollen Veranstaltung!

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