News

20.07.2016

Die Köpfe hinter "Lawsome"

Lawsome ist als "Visitenkarte" der Studierenden der Bucerius Law School gedacht. Im Interview erzählen die beiden Initiatoren, wie sie auf die Idee kamen und was hinter dem Projekt steckt.

Patrick Häde (links) und Alexander Focke.

Patrick Häde (22), Student des Jahrgangs 2014, stammt aus Kassel, hat sich schon vor dem Studium mit Webentwicklung beschäftigt und ist in diesem Bereich seit einigen Jahren mit seinem Unternehmen wunderfactory.de selbstständig. Der Hauptteil seines 8-köpfigen Teams sitzt in Hamburg, der andere Teil in Kassel. Patrick ist für die Technik hinter Lawsome verantwortlich.

Alexander Focke (23), ebenfalls Student des Jahrgangs 2014, stammt aus Lübeck, hat vor seinem Jurastudium an der Universität Hamburg Betriebswirtschaftslehre studiert. Er hatte sich mit dem Thema Webentwicklung zuvor zwar noch nicht intensiver befasst, hat durch das Lawsome-Projekt nun jedoch erste Erfahrungen sammeln können. Alexander kümmert sich bei Lawsome um das redaktionelle Konzept und die Contents.


Patrick, Alexander, seit einigen Monaten ist eure Website Lawsome online. Könnt ihr kurz erklären, was hinter Lawsome steht und wie ihr auf die Idee gekommen seid?

Alexander:
Die Idee hat sich eigentlich sehr spontan ergeben – bei Patricks Geburtstag auf dem Balkon. Wir haben überlegt, mit welchen Inhalten man die Anzahl der Studieninteressierten für unser Jurastudium steigern könnte. Und so kamen wir auf Lawsome: Eine Seite, die sich ausschließlich auf studentische Inhalte konzentriert und eher informellen Kontakt zu fast Gleichaltrigen ermöglicht. Wir wollen damit dazu beitragen, dass der erste Schritt zum Kennenlernen der Bucerius Law School möglichst niedrigschwellig gehalten wird und die Interessenten auf einer eher emotionalen Ebene angesprochen werden. Lawsome soll damit als Brücke zur offiziellen Hochschul-Website dienen, über die dann der Bewerbungsprozess abgewickelt wird. Die Hochschul-Website zeigt natürlich auch studentische Inhalte. Wir aber glauben, dass eine separate Seite, die explizit von Studenten gemacht wird, nochmal einen anderen Zugang für Studieninteressierte ermöglicht. Studieninteressierte oder Abiturienten können mit Lawsome auch in einer anderen Entscheidungsphase abgeholt werden, in der sie sich noch gar nicht für ein Jurastudium und noch nicht für die Law School, vielleicht sogar noch nicht einmal überhaupt für ein Studium entschieden haben.

Patrick:
Mit Lawsome wollen wir aber auch mit dem Klischee brechen, dass sich gerade hier an der Law School die stereotypen Jurastudierenden finden. Das ist nämlich ganz und gar nicht so: Der Law School Spirit lebt gerade durch die große Heterogenität unserer Studierenden, auch im Vergleich zu anderen Jurafakultäten. Aber natürlich bleibt es dabei, dass wir an der Law School unter besonderen Bedingungen studieren. Lawsome soll das alles authentisch abbilden, ganz realistisch. Dieses gesamte Projekt wurde in seinen Einzelheiten von Studierenden geschaffen, hier finden sich Webentwickler, Fotografen, Designer, Kommilitonen mit BWL- und Marketinghintergrund und viele kreative Köpfe mehr auf dem Campus. Das ist die Law School, an der wir uns besonders wohlfühlen und das möchten wir Studieninteressierten natürlich gern zeigen.

Alexander:
Unsere Idee ist, dass man als Law-School-Student mit jemandem in der U-Bahn, auf einer Party oder wo auch immer ins Gespräch kommt. Auf die Frage „Hey, erzähl doch mal, wie ist es denn so an der Law School?“ kann man auch auf die Website Lawsome verweisen. Lawsome ist dann also auch so etwas wie die Visitenkarte unserer Kommilitonen.

Patrick:
Eine Visitenkarte im wortwörtlichen Sinn haben wir dafür sogar entwickelt. Man kann also Studieninteressierte tatsächlich eine Visitenkarte in die Hand drücken, die auf die Website von Lawsome verweist.


Wie kamt ihr auf die Idee, für Lawsome eine eigene Website zu entwickeln?

Alexander:
Es gibt an der Law School zugegebenermaßen viele Leute, die schon von Anfang an wissen, dass sie klassisch Jura studieren wollen, um in einer Kanzlei oder als Rechtsanwalt zu arbeiten. Es gibt aber auch einige Studierende, die Jura als Sprungbrett nutzen, um etwas völlig anderes zu machen. Gerade diese Mischung macht den besonderen Mix der Studierendenschaft der Bucerius Law School aus. Diese außergewöhnliche Mischung wollen wir mit Lawsome noch mehr in den Vordergrund stellen, um noch mehr Leute für die Law School zu begeistern, die nicht den straighten juristischen Weg gehen wollen. Zumal die Law School viele Möglichkeiten bietet, auch außerhalb der Juristerei Fuß zu fassen. Man bekommt hier beispielsweise ein Starterpaket für Unternehmensgründungen mit auf dem Weg, sei es durch das wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenprogramm, sei es durch die Unternehmerinitiative. Patrick und ich zählen uns eher zur zweiten Kategorie. Die Lawsome-Website macht das nicht nur durch ihre Inhalte deutlich, sondern durch ihre bloße Existenz. Es entspricht sicher nicht der Norm, dass sich Jurastudierende auch in der Entwicklung professioneller Website betätigen. Die Bucerius Law School ermöglicht das aber und es lohnt sich einfach, das zu zeigen.


Wie sieht das Feedback aus?

Patrick:
Hochschulintern hatten wir eine ausgesprochen positive Resonanz. Viele wollen mitmachen, und wir haben tolle Anregungen bekommen. Lawsome ist auch auf der Hochschulwebsite erwähnt, so dass wir darüber auch auf viel Traffic bekommen. Auf den Schnuppertagen und Infoveranstaltungen wird Lawsome erwähnt, und es wird dort auch die Lawsome-Visitenkarte verteilt. Wir haben das Projekt also bereits wenige Wochen nach dem Start sehr gut positionieren können und haben mittlerweile ein Team von 8-10 Kommilitonen zusammengestellt, die sich in Zukunft um die vielen Inhalte auf Lawsome kümmern werden. Uns allen bringt diese Arbeit eine ganze Menge Spaß und ich persönlich sehe es als etwas ganz besonderes, so eine große Anzahl von Studierenden in so kurzer Zeit zu finden, die sich für die Hochschule und unsere Kommunikation mit Studieninteressierten derart begeistern.


Wie geht es weiter?

Alexander:
Wir sind nicht mehr allein, sondern haben jetzt 8 bis 10 Leute, die regelmäßig redaktionell mitarbeiten. Da wir jetzt im Sommer in unser Auslandstrimester gehen, können wir die Zeit unserer Abwesenheit gut überbrücken. Eine Herausforderung bleibt es, die Studieninteressierten auch zu erreichen und die Sichtbarkeit der Seite zu erhöhen.

Patrick:
Wir wollen unser Team stetig vergrößern, sowohl redaktionell als auch technisch und hoffen auf Zuwachs aus dem neuen Jahrgang. Die Technik ist dabei die größte Herausforderung. Wir haben viele Kommilitonen, die gerne kreativ und redaktionell arbeiten, aber die technische Betreuung und Weiterentwicklung wird dann nochmal ein anderes Thema sein. Hinzu kommt, dass wir mit der Hochschulkommunikation gerne eine gemeinsame Strategie finden würden und wir Lawsome und die offizielle Hochschulseite intensiver miteinander verknüpfen möchten. Das ist sowohl für Lawsome als auch für die externe Kommunikation ein wichtiger Faktor, um noch mehr Studieninteressierte für die Law School und für Jura zu begeistern.


Hier geht es zu Lawsome...