Am 11. Juni fand im Rahmen des Studium generale an der Bucerius Law School eine spannende Diskussionsveranstaltung statt, die zahlreiche interessierte Teilnehmer:innen anzog. Gemeinsam mit dem engagierten Publikum diskutierten Maria Adebahr, Direktorin für Cyber-, Außen- und Sicherheitspolitik im Auswärtigen Amt, sowie Jan-Uwe Pettke, Cybersicherheitsexperte und Manager bei einem US-Cybersicherheitsunternehmen. Moderiert wurde das Gespräch von Marc Philip Greitens, Alumnus der Bucerius Law School, Rechtsanwalt und Reserveoffizier. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Verein „Politik & Gesellschaft“ (PuG) und Murmann Publishers organisiert.
Deutschlands digitale Verteidigungsfähigkeit
Im Fokus der Diskussion stand Deutschlands digitale Verteidigungsfähigkeit. Themen wie aktuelle Bedrohungsszenarien, staatliche Zuständigkeiten und die Rolle der Wirtschaft in der digitalen Abwehr wurden intensiv beleuchtet. Seit der “Zeitenwende” 2022 wird Sicherheit, insbesondere Cybersicherheit, verstärkt öffentlich diskutiert. Dabei geht es um den Schutz von privater und staatlicher Hardware, Software, Netzwerken und Daten vor Angriffen durch staatliche und nicht-staatliche Akteure.
Verfassungsschutzbericht und internationale Bedrohungen
Ein kürzlich veröffentlichter Verfassungsschutzbericht zeigt auf, dass Deutschland ein interessantes Ziel für ausländische Nachrichtendienste – insbesondere aus Russland, China, Iran und der Türkei – darstellt. Diese nutzen Cyberkriminalität zur Erlangung politischer und wirtschaftlicher Vorteile. Auch Nordkorea setzt gezielt Cyberangriffe zur Finanzierung staatlicher Aktivitäten ein.

