Endlich wieder Klassentreffen

Ein Bucerius Innovation Day wie er sich gehört: lebhaft, spannend und zukunftsgerichtet

Wie heißt es doch manchmal so schön in der Nachbetrachtung: Das Warten hat sich gelohnt. Während nahezu alle Veranstaltungen der Bucerius Executive Education in den vergangenen 18 Monaten erfolgreich ins Netz verlagert wurden, gab es bei der Ausrichtung des Bucerius Innovation Days nur eine einzige ganz klare Ansage: diese Veranstaltung muss in Präsenz stattfinden. Zu stark steht bei dem „Klassentreffen“ aller ehemaligen Teilnehmenden aus Kanzleien, Unternehmen und von alternativen Rechtsdienstleistern der vergangenen zwei Open Innovation Labs der persönliche Austausch im Vordergrund, zu sehr lebt der Innovation Day von seinen Pinnwänden und Workshops zur Ideenfindung, den bunt durchmischten Gruppentischen und vor allem von der Möglichkeit zu Gesprächen, ob beim Wein am Vorabend oder beim Kaffee am Veranstaltungstag.

Und so wurde die Veranstaltung so weit in den Herbst 2021 geschoben, bis letzt- und endlich zur 2G-Veranstaltung auf dem Campus der Bucerius Law School geladen werden konnte. Je näher die Veranstaltung rückte, umso ersichtlicher wurde: die Klasse war für ein Treffen mehr als bereit und freute sich sehr auf ein Wiedersehen; daran taten auch der pandemiebedingt etwas bescheidener als üblich aufgestellte Vorabend in der extra hergerichteten Rotunde der Law School und das typische Hamburger Oktoberwetter keinen Abbruch.

Ist eine hochspezialisierte Dienstleistung „plattformisierbar“?

Plattformökonomie – Chance oder Risiko für den Rechtsmarkt?“ – so der Titel des diesjährigen Innovation Days. Unter der Moderation von Dr. Felix Wendenburg hörten die Teilnehmenden Vorträge u.a. von Prof. Claudia Nass und Dr. Marcus Trapp (Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering) über Chancen und Herausforderungen von digitalen Ökosystemen und Plattformökonomie sowie von Feras Alsamawi (Principal Digital Innovation Manager bei Amazon Web Services) über Erfolgsfaktoren von digitalen Ökosystemen anhand von Amazon-Beispielen. Workshops und diverse Plattform-Pitches rundeten die Veranstaltung ab und gaben ausreichend Gelegenheit zu inhaltlichem Austausch und Diskussionen. Felix Wendenburg blickt zufrieden auf die Ergebnisse des Tages: „Von der Bedeutung der Plattformökonomie für den Rechtsmarkt hatten viele von uns vor dem Innovation Day nur eine sehr schemenhafte Vorstellung. Insbesondere erschien uns fraglich, wie das Konzept des Teilens und Zurverfügungstellens von Wissen und Kompetenz mit dem hergebrachten juristischen Mindset in Einklang zu bringen sein sollte. Über den Tag haben wir eine deutlich klarere Vorstellung davon entwickelt, in welchen Bereichen der Zusammenarbeit zwischen Kanzleien und Mandanten bzw. wo im Kontext der internen Kooperation das Potential des Plattformgedankens liegt und wo seine Grenzen sind.“

Die Teilnehmenden nehmen viel neuen Input und spannende Eindrücke mit nach Hause und das positive Fazit am späten Nachmittag lautete entsprechend: Ja, das Warten hat sich gelohnt!

 

Der Bucerius Innovation Day ist ein jährliches Impulsformat, welches für und gemeinsam mit ehemaligen teilnehmenden Institutionen des Bucerius Open Innovation Labs gestaltet wird. Letzteres ist eine gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsplattform für Rechtsabteilungen, Kanzleien und alternative Anbieter. Das gewonnene Know-how des Open Innovation Labs wurde genutzt, um Erkenntnisse für die Zukunft des Rechtsberatungsmarktes zu erhalten und die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmenden markt- und zukunftsgerecht zu gestalten. 

Das Bucerius Open Innovation Lab geht im kommenden Jahr 2022 in die dritte Runde. Gesucht werden Kanzleien und Rechtsabteilungen, welche die Zukunft des Rechtsmarktes aktiv gestalten und bereits heute Antworten auf die Frage zur Zukunft des Wertschöpfungsmarktes erhalten möchten.

Autor*in

Iris Wahl und Dr. Felix Wendenburg

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