Schlaflos in Dresden – Musikabend zu Bachs Goldberg-Variationen

Erfolgreiche Premiere im Rahmen der öffentlichen Abendveranstaltungen des Studium generale.

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Musik spielt seit jeher eine große Rolle an der Bucerius Law School: fest verankert im Studium generale sind die musikalischen Ensembles, die sich aus Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen zusammensetzen. Der Chor unter der professionellen Leitung der erfahrenen Musikpädagogin Anke Rentz, die Big Band mit ihrem Bandleader Edgar Herzog - selbst Musiker - das Bucerius Ensemble mit einem kammermusikalischen Repertoire sowie die A capella Formation „Good Guys“: am Ende jedes Trimesters gestalten diese Ensembles einen gemeinsamen Konzertabend.

Am 25. Oktober kuratierte der studierte Cellist und Jura-Student Lukas Rothenfußer (Jg. 2022) einen Musikabend im laufenden Trimester. Mit Auszeichnung hat er vor und parallel zum Studium an der Bucerius Law School an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Musikhochschule Hannover sein Cello-Studium absolviert. Zusammen mit den Musikerinnen Sonja Bogner (Violine, Studium am Mozarteum Salzburg und der Musikhochschule Hanns Eisler Berlin) und Sophie Kiening (Viola, Studium an der Musikhochschule Hanns Eisler Berlin und der Musikhochschule Frankfurt) spielten sie Johann Sebastian Bachs monumentale Goldberg-Variationen (BWV 988) in einer Fassung für Streichtrio. Ein epochales Werk des Barockkomponisten für die Ewigkeit, veröffentlicht 1741.

Der Legende nach entstand dieses für einen russischen Gesandten am Dresdner Hof, der an Schlaflosigkeit litt und dessen Hauscembalist namens Goldberg ihm mit Klaviermusik die Nacht verkürzen sollte.

Die drei Musiker:innen nahmen das Publikum auf eine musikalische Reise durch die facettenreiche Klangwelt Bachs mit. Das Trio brachte die Aria und ihre 30 Veränderungen auf höchstem Niveau zum Klingen und zog damit die Zuschauer:innen in einen regelrechten Bann.

 

 

Davor hatte Lukas Rothenfußer in prägnanter und anschaulicher Weise dem Publikum die Anatomie und Architektur der Goldberg-Variationen auf analytischem Weg in Wort und Bild nähergebracht. Anhand von Musikbeispielen, die er selbst am Flügel spielte, erläuterte er die geniale Konzeption des Werks.

Das Publikum im vollbesetzten Moot Court genoss den Abend und bedankte sich mit langanhaltendem Applaus bei den Musiker:innen für diesen tiefgehenden musikalischen Abend und die Entführung in die Bach'sche Klangwelt. Beim anschliessenden Empfang hatten die interessierten Gäst:innen die Möglichkeit, noch persönlich mit den jungen Musiker:innen ins Gespräch zu kommen.

 

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ZSP

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