KLIEMT-Dissertationspreis für Dr. Markus Wünschelbaum

Auszeichnung für die Dissertation über Kollektivautonomen Datenschutz – Kollektivvereinbarungen nach Art. 88 DSGVO und ihre Gestaltungskontrolle

Forschung & Fakultät |

 I.    Der Preisträger

Dr. Markus Wünschelbaum (BLS-Jg. 2012) ist der Preisträger des 8. KLIEMT.Arbeitsrecht-Dissertationspreises. Die Preisverleihung fand am 23. November 2021 bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Schwerpunktbereichs III („Arbeit, Wirtschaft und Soziales“) statt. Ausgezeichnet wurde Dr. Wünschelbaums Arbeit „Kollektivautonomer Datenschutz – Kollektivvereinbarungen nach Art. 88 DSGVO und ihre Gestaltungskontrolle“, die von Professor Dr. Matthias Jacobs betreut wurde. Die Arbeit sei ein großartiges Werk, welches alle interessiere und sicher ganz bald mit hoffentlich vielen Zitaten in den juristischen Diskurs und die Rechtsprechung eingehe, so Henrik Lüthge, Partner von KLIEMT.Arbeitsrecht in Hamburg. Übergeben wurde der Preis von Alexander Ulrich, Partner in Düsseldorf, der die Arbeit als besonders bedeutend für die juristische Praxis bezeichnete. Besonders faszinierend seien die neuen Erkenntnisse von Herrn Dr. Wünschelbaum. Es sei ein hochaktuelles Thema, welches bisher kaum von der Rechtsprechung aufgegriffen wurde. Herr Dr. Wünschelbaum ist Alumnus der Bucerius Law School, hat 2015 den Schwerpunkt Arbeitsrecht bei Matthias Jacobs belegt und 2016 am Moot Court des Bundesarbeitsgerichts teilgenommen.
 

II.    Anschließender Fachvortrag und Diskussion zum Streikrecht

Anlässlich der Preisverleihung hielt Laura Schmidt einen Fachvortrag zum Thema „Streikszenarien: Wie man sie theoretisch und praktisch löst“. Frau Schmidt ist Rechtsanwältin bei KLIEMT.Arbeitsrecht. Zuvor besuchte sie den arbeitsrechtlichen Schwerpunkt an der Bucerius Law School und  war Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Professor Jacobs. Sie führte mit den Anwesenden eine spannenden Diskussion und berichtete unter anderem über Fälle und deren kreative Lösung, an denen sie selbst mitgearbeitet hat. Ein spannendes Beispiel war der „Streik auf dem gelben Schein“, bei dem sich 39 von 40 Mitarbeitern in einem Betrieb kollektiv krankgemeldet hatten. Damit der Arbeitgeber seine Auslieferungen rechtzeitig leisten konnte, wurden Mitarbeiter aus einem anderen Betrieb kurzzeitig eingesetzt, um in der Produktion weiterzuarbeiten. Ein aktueller Fall war auch dabei: der Streik von Mitarbeiter*innen bei Gorillas in Berlin. Er ist nicht gewerkschaftsgetragen, was aktuell in der Fachwelt kontrovers diskutiert wird. Der Vortrag war für die Studierenden ein aufschlussreicher Blick in die Praxis.

 

Text

Amelie Timme, PR-III-Hiwi

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